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Maschinenbau profitiert von weltweit starker Nachfrage

Frankfurt/Main. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgt für Unruhe in der exportorientierten deutschen Industrie. Noch laufen die Geschäfte rund - vor allem im Maschinenbau.

Maschinenbau profitiert von weltweit starker Nachfrage

Beim Maschinenbauer wird ein Industrieroboter montiert. Foto: Stefan Puchner

Wachsende Sorgen um die Zukunft des Freihandels haben die Nachfrage nach Maschinen „Made in Germany“ bislang nicht gedämpft - im Gegenteil.

Im Februar erhielt die exportorientierte Branche 13 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahresmonat, wie der Maschinenbauverband VDMA in Frankfurt mitteilte. Die Branche schnitt damit deutlich besser ab als die deutsche Industrie insgesamt.

Der Bedarf an Maschinen und Anlagen sei weltweit ungebrochen groß, argumentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. „Wir können nur hoffen, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China diese gute Investitionsneigung nicht nachhaltig schädigt“. Beide Länder sind wichtige Absatzmärkte für Produkte „Made in Germany“.

Zwar sei die Europäische Union vorerst von Handelsbeschränkungen der US-Regierung ausgenommen, doch der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China sei ein fatales Signal. „Es schlägt im Zweifelsfall auf das Gemüt der Investoren, was dann auch schlecht ist für Geschäfte mit unseren Erzeugnissen“, sagte Wiechers.

Obwohl Trump schon seit längerer Zeit gegen Freihandel Front macht, zeigen die Kunden bislang noch keine Verunsicherung: Im Inland stieg die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen im Februar den Angaben zufolge um 11 Prozent. Aus dem Ausland gingen 14 Prozent mehr Bestellungen ein.

Damit setzte sich das hohe Tempo der vergangenen Monate mit insgesamt zweistelligen Zuwächsen fort. Dank der vollen Auftragsbücher ist die Auslastung gestiegen, die Produktion läuft den Angaben zufolge auf Hochtouren. Manche Unternehmen geraten bereits an ihre Grenzen, insbesondere wegen des Fachkräftemangels.

Mit 1,35 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 224 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist die Branche nach eigenen Angaben größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland.

In der deutschen Industrie insgesamt stiegen die Bestellungen im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 3,5 Prozent. Analysten hatten ein deutlich stärkeres Plus von 6,5 Prozent erwartet. Gegenüber dem Vormonat legten die Orders um 0,3 Prozent zu. Zum Jahresbeginn hatte es binnen Monatsfrist sogar ein Minus von 3,5 Prozent gegeben.

Dennoch zeigte sich das Bundeswirtschaftsministerium zuversichtlich: „Trotz des verhaltenen Starts in das laufende Jahr dürften die Auftragseingänge aufwärtsgerichtet bleiben.“ Die Weltkonjunktur befinde sich weiterhin im Aufschwung. Die Nachfrage nach deutschen Industriegütern dürfte daher hoch bleiben.

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