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Mehr Unfälle im Kreis

KREIS COESFELD Bedauerlicherweise ist die Anzahl der Verkehrsunfälle im Kreis im letzten Jahr angestiegen. Landrat Konrad Püning musste bei der Vorstellung der Verkehrsunfallentwicklung einen Anstieg um 3,74 % mitteilen. 5485 Mal krachte es auf den Straßen des Keises. Im Jahre zuvor waren es noch 5261 Unfälle.

von Von Theo Wolters

, 25.02.2008
Mehr Unfälle im Kreis

"Die Zahl der Verletzen und auch der Getöteten ist leider ebenfalls gestiegen", so der Landrat. 16 Menschen, fünf mehr, verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Allerdings hatte die Polizei im letzten Jahr zwei sehr schwere Unfälle zu verzeichen. Am 16. Dezember waren vier junge Bürger bei einem Unfall in Billerbeck ums Leben gekommen. "Bei diesem Unfall sind alle möglichen Ursachen zusammengekommen: Nicht angeschnallt, Alkohol, junge Fahrer und zu hohe Geschwindigkeit", erklärte Wolfgang Oster, Direktionsleiter Verkehr. Zwei Tote forderte ein Unfall am 1. Mai in Haxixbeck.

1022 Menschen verunglückten

Leicht gesunken von 203 auf 187 ist die Anzahl der Schwerverletzten. Insgesamt verunglückten 1022 Bürger auf den Straßen des Kreises, ebenfalls ein Anstieg um 31 Personen. "Die Anzahl der verunglückten Kinder ist zwar um fünf auf 122 gesunken. Dies sind aber immer noch zu viel", so Konrad Püning. Der Kreis werde so auch weiterhin verstärkt auf die Verkehrserziehung in Kindergärten und Schulen achten. So soll die Jugendverkehrsschule auch wieder belebt werden. Allein 62 Kinder waren als Rafahrer in einen Unfall verwickelt.

Kreis bei Bikern sehr beliebt

Deutlich angestiegen ist die Zahl der verunglückten Motorradfahrer. Waren es in 2006 noch 130 gewesen, so waren nun 148 Kradfahrer in einen Unfall verwickelt. "Von den 89 Motorradfahrern mit Maschinen von 125 und mehr Kubik waren 56 nicht aus dem Kreis Coesfeld", so Polizeidirektor Adalbert Groß. Dies zeige, der Kreis Coesfeld sei bei Bikern sehr beliebt.

Ein großes Problem sind für die Kreispolizei die Anzahl der Unfallfluchten. Landrat Püning: "Sie ist bei uns im Kreis sehr hoch und ist erneut von 962 auf 982 angestiegen." Bei der Klärung sei man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Nur 56 % aller Unfallfluchten konnten aufgeklärt werden.

Mehr Kontrollen

Die Polizei wird zur Bekämpfung von Unfällen die Geschwindigkeitskontrollen verstärken. Adalbert Groß: "Wir wollen so das Entdeckungsgefühl erhöhen. Die Verkehrsteilnehmer müssen immer damit rechnen, dass kontrolliert wird." Und ab April wird im Kreis Coesfeld auch ein neues Gerät eingesetzt. Das ESO-Geschwindigkeitsmessgerät mit digitaler Messung wird im Rahmen eines Pilotversuchs des Landes eingesetzt.

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