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Messer im Morgenmantel: Ehefrau vor Gericht

Nach einem heimtückischen Messerangriff auf ihren Ehemann muss sich eine 41-jährige Frau seit Donnerstag vor dem Bonner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der Libanesin versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Anklage hatte die Frau das Messer bereits in ihrem Morgenmantel versteckt, als der 42-Jährige am Abend des 2. Januar von der Arbeit heimkehrte. Als der Ehemann sich im Flur hinter seiner Frau befand, soll sie sich unvermittelt umgedreht und zwei Mal zugestochen haben.

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Bonn

, 21.06.2018
Messer im Morgenmantel: Ehefrau vor Gericht

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal des Landgerichts. Foto: Uli Deck/Archiv

Ein Messerstich traf ihn im Bauch, der zweite in den Brustraum. Laut Anklage hätte die Ehefrau weiter zugestochen, wenn es dem 42-Jährigen nicht gelungen wäre, seine Frau zu entwaffnen. Anschließend hatte der Mann einen Notruf abgesetzt. Er musste notoperiert werden.

Am ersten Prozesstag wollte die Angeklagte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Bei der polizeilichen Vernehmung hatte die 41-Jährige erklärt, dass sie immer ein Messer bei sich trage, um sich vor ihrem gewalttätigen Mann zu schützen. Die Staatsanwaltschaft hält das für eine Schutzbehauptung.

Das libanesische Ehepaar hat zwei gemeinsame Kinder im Alter von acht und 17 Jahren. Die achtjährige Tochter hatte die Tat beobachtet. Der Richter sagte am Donnerstag, das Mädchen müsse nicht als Zeugin aussagen, da das Kind sich auf sein Aussageverweigerungsrecht berufe.