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Mord an Unternehmer-Paar: Enkel soll Vater angegriffen haben

Wuppertal. Vor dem Doppelmord am Wuppertaler Unternehmer-Ehepaar Springmann soll der verdächtige Enkel auch schon einmal seinen eigenen Vater angegriffen haben. Das sagte der Vater des Angeklagten einer Untersuchungsrichterin. Die Vernehmung wurde am Freitag per Videomitschnitt in den Mordprozess eingeführt.

Mord an Unternehmer-Paar: Enkel soll Vater angegriffen haben

Ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht auf dem Dach. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Sein Sohn habe ihm gemeinsam mit seiner Ex-Frau auf der Straße vor seinem Büro aufgelauert, ihm seine Tasche mit Unterlagen aus der Hand geschlagen und ihn gewürgt, sagte der 56-Jährige Vater. Das Motiv für diesen Überfall sei ihm immer noch nicht klar.

Der Vater des Angeklagten bestätigte zudem, dass es Streit zwischen Großeltern und Enkel gab, weil der keine Studienleistungen nachweisen konnte. Er selbst sei damit auch unzufrieden gewesen und haben seinem Sohn die monatliche Unterstützung von 600 Euro gestrichen, sagte der Vater.

Das Verhältnis zwischen dem Großvater und dem Enkel habe sich vor dem Verbrechen sehr verschlechtert. Die Großmutter sei deshalb sehr besorgt gewesen. Ursprünglich hätten die Großeltern dem Enkel alle Immobilien überschreiben wollen. Dazu sei es aber nicht gekommen. Dessen Studienleistungen hätten dabei eine Rolle gespielt.

Am Wuppertaler Landgericht sind der 26-jährige Enkel der Ermordeten und sein mutmaßlicher 45 Jahre alter Komplize wegen zweifachen Mordes angeklagt. Beide sollen die 91 und 88 Jahre alten Eheleute in deren Villa niedergeschlagen und dann erdrosselt haben. Beide bestreiten die Tat. Ihnen droht lebenslange Haft.

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