Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach Gruppenvergewaltigungen: Erster Angeklagter gesteht die Tat

Vergewaltigungs-Prozess

Vor dem Essener Landgericht hat nach einer Serie von Gruppenvergewaltigungen der Prozess gegen fünf junge Männer aus dem Ruhrgebiet begonnen. Der erste legte bereits ein Geständnis ab.

ESSEN

13.07.2018
Nach Gruppenvergewaltigungen: Erster Angeklagter gesteht die Tat

Die Angeklagten (2.v.l, 3.v.l) sitzen im Gerichtssaal neben ihren Anwälten Gönül Üstebay (l) und Hans Reinhardt (4.v.l). © dpa

Im Prozess um eine Serie von Gruppenvergewaltigungen im Ruhrgebiet hat einer der fünf Angeklagten ein Geständnis abgelegt. „Ich stehe zu meinen Taten und möchte mich in aller Form entschuldigen“, ließ der 20-jährige Gelsenkirchener über seinen Verteidiger am Freitag vor dem Landgericht Essen erklären. Darüber hinaus bot er allen betroffenen Schülerinnen ein angemessenes Schmerzensgeld an. Er schäme sich für seine Taten.

Die fünf Angeklagten im Alter von 17 bis 24 Jahren sollen in unterschiedlicher Beteiligung insgesamt sieben Schülerinnen sexuell genötigt haben. Laut Staatsanwaltschaft verabredete sich jeweils ein Mitglied der Gruppe mit einem Mädchen.

Dann seien weitere junge Männer scheinbar zufällig dazugekommen. Mit einem Auto sei man durch die Stadt gefahren und habe dem Opfer das Handy abgenommen, bevor es an entlegenen Orten zu Vergewaltigungen gekommen sei. Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Übergriffe auf bislang nicht ermittelte Mädchen gegeben hat.

Straftaten sollen in Essen und Gelsenkirchen begangen worden sein

Die beschuldigten Deutschen stammen aus Gelsenkirchen, Essen und Wuppertal. Das Landgericht hat vorerst 21 Verhandlungstage angesetzt. Die Straftaten sollen nach früheren Angaben der Ermittler im vergangenen Winter in Essen und Gelsenkirchen begangen worden sein.

Dem Prozess waren umfangreiche Ermittlungen der Polizei vorausgegangen. Dabei wurden auch Handy-Chats ausgewertet. Erst im Februar stellte sich der letzte gesuchte Verdächtige der Polizei.

von dpa

Jetzt lesen