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Nadal-Comeback beim Davis Cup und müder Zverev

Valencia. Deutschlands Tennis-Herren wollen erstmals seit 2007 wieder ins Halbfinale des Davis Cups. Doch einen schwereren Gegner hätten Alexander Zverev und Co. im Viertelfinale nicht erwischen können. Spanien mit Rafael Nadal auf Sand - das ist die größte Hürde, die man sich vorstellen kann.

Nadal-Comeback beim Davis Cup und müder Zverev

Die deutschen Tennis-Herren wollen gegen Spanien das Halbfinale des Davis Cups erreichen. Foto: Jose M. Fernandez de Velasco/gtres

Doch auch wenn die Nummer eins der Welt am Freitag in Valencia sein Comeback nach langer Verletzungspause gibt, glaubt die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes an ihre Chance.

Wie stark ist Rafael Nadal wirklich?

Das weiß der Weltranglisten-Erste wohl selbst nicht so genau. Seit den Australian Open in Melbourne im Januar hat Nadal wegen einer Verletzung am Hüftbeuger kein Match mehr bestritten. Ein geplantes Comeback beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco Ende Februar musste der 31 Jahre alte Mallorquiner kurzfristig noch einmal verschieben. Nun fühlt er sich aber fit genug. „Ich hatte eine gute Trainingswoche“, sagte Nadal. Wie nah er an hundert Prozent seiner Leistung ist, vermochte er aber nicht zu sagen. „Ich war nicht besonders gut in Mathe“, sagte Nadal scherzhaft.

Hat Philipp Kohlschreiber überhaupt eine Chance gegen Rafael Nadal?

Von der Papierform her ist Kohlschreiber chancenlos. Die Bilanz spricht klar gegen den 34 Jahre alten Augsburger. Von 15 Duellen hat er 14 gegen Nadal verloren. Hinzu kommt, dass die Partie auf Sand und damit auf Nadals Lieblingsbelang stattfindet. Die deutsche Nummer zwei hofft aber darauf, dass Nadal nach rund zehn Wochen Pause noch keinen Rhythmus hat. Zudem kann Kohlschreiber ohne jeden Druck auf den Platz gehen. Denn: Alle erwarten einen klaren Sieg von Nadal.

Bringt Alexander Zverev Deutschland gegen David Ferrer in Führung?

Das ist zumindest die Wunschvorstellung im deutschen Lager. Ein Sieg von Zverev würde den Druck auf Nadal zusätzlich erhöhen. Allerdings ist Deutschlands Spitzenspieler erst am Montagabend aus Miami eingeflogen, wo er noch am Sonntag im Finale gegen den Amerikaner John Isner verlor. „Bislang klappt es noch nicht“, sagte Zverev am Donnerstag zum Kampf gegen den Jetlag. Hinzu kommt die Umstellung von Hart- auf Sandplatz. Doch Zverev hat zuletzt in der ersten Runde in Australien bewiesen, dass er im Davis Cup seine Topleistung abrufen kann.

Wo kann ich die Spiele aus Valencia in Deutschland sehen?

Im deutschen Fernsehen gibt es keine Live-Übertragung. Wie zuletzt auch werden die Partien vom kostenpflichtigen Streaming-Dienst DAZN gezeigt. Zumindest am Freitag gibt es aber auch eine kostenlose Lösung, allerdings ebenfalls nur im Internet. Auf kicker.de werden die beiden Einzel zu sehen sein. Der Deutsche Tennis Bund bedauert, dass es im TV erneut keine Live-Bilder zu sehen gibt. „Auf die Programmgestaltung der verschiedenen Fernsehanstalten hat der DTB aber ebenso wenig Einfluss wie auf die generelle Rechtevergabe des Weltverbandes ITF“, erklärte Vize-Präsident Dirk Hordorff.

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