Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Neue Job-Steuer in Seattle soll Obdachlosigkeit bekämpfen

Seattle. Die Amazon-Heimatstadt Seattle führt eine umstrittene neue Steuer ein, bei der größere Unternehmen jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zahlen müssen.

Neue Job-Steuer in Seattle soll Obdachlosigkeit bekämpfen

Ein Mann ohne Wohnung in der US-amerikanischen Stadt Houston: Im Kampf gegen die Obdachlosigkeit will Seattle nun eine neue Steuer entrichten. Foto: Michael Ciaglo

Der Stadtrat nahm in der Nacht zum Dienstag eine von Bürgermeisterin Jenny Durkan ausgehandelten Kompromissvorschlag statt der ursprünglich angepeilten 500 Dollar pro Mitarbeiter an. Die Steuer soll ab 2019 rund 47 Millionen Dollar jährlich bringen und ist zunächst auf fünf Jahre angesetzt.

Amazon kommt mit seinen 40 000 Mitarbeitern in der Stadt auf einen Betrag von elf Millionen Dollar pro Jahr. Der Online-Händler hatte aus Protest gegen die Steuerpläne den Bau eines neuen Gebäudes in der Stadt gestoppt. Jetzt werden die Arbeiten fortgeführt, auch wenn Amazon sich enttäuscht zeigte. Man hinterfrage einen weiteren Ausbau in Seattle, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern ist bereits seit Monaten auf der Suche nach einem Standort für ein zweites US-Hauptquartier.

Die Steuer gilt für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz über 20 Millionen Dollar. Bezahlt werden muss auf jeden Beschäftigten, der mindestens 1920 Stunden pro Jahr arbeitet. Nach Schätzungen des Stadtrats werden rund 585 Arbeitgeber davon betroffen sein - rund drei Prozent aller Unternehmen in Seattle. In der Stadt war zuletzt die Zahl der Obdachlosen stetig gewachsen, als ein Grund dafür wird der Anstieg der Mietpreise gesehen, weil Seattle zunehmen zum Standort für Tech-Unternehmen wird.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bielefeld. 80 Jahre lang zählte die Schifffahrt zu Dr. Oetker. Zuletzt wurde die Sparte für 3,7 Milliarden Euro verkauft. Das kostete zwar Umsatz, bringt aber Geld für Zukäufe im Ausland.mehr...

Ingolstadt/Wolfsburg. Im Abgasskandal geht die Justiz hart gegen VW-Spitzenpersonal vor. Audi-Chef Stadler muss wegen Verdunklungsgefahr in U-Haft. Die umfangreichsten strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland sind aber noch im Gange.mehr...

Leverkusen. Für die Übernahme des US-Konzerns Monsanto braucht Bayer viel Geld. Über Anleihen und die Ausgabe neuer Aktien sammeln die Leverkusener bei Anlegern Milliarden ein.mehr...

Palo Alto. Die Produktion von Teslas Model 3 kommt nicht so richtig in Fahrt. Zu den diversen technischen Problemen kommt jetzt auch noch ein Saboteur aus den eigenen Reihen hinzu, sagt zumindest Firmenchef Musk. Und auch ein Brand ist für ihn recht verdächtig.mehr...

San Francisco. Der jüngst vom Bayer-Konzern übernommene Saatgutriese Monsanto muss sich erstmals vor einem US-Gericht wegen angeblich verschleierter Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat verantworten.mehr...

Peking/Washington. Geht es nach Donald Trump, soll die Hälfte aller chinesischen Einfuhren in die USA mit Strafen belegt werden. Peking will Vergeltung üben. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stehen dicht vor einem Handelskrieg - die Sorge weltweit wächst.mehr...