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Neue Kita in Südkirchen ist politisch in Sicht

Kindertagesstätte

Der Bau- und Planungsausschuss hat den Bau einer weiteren Kindertagesstätte in Südkirchen auf den Weg gebracht. Und sich weitere Optionen offen gelassen.

Südkirchen

von Arndt Brede

, 02.07.2018
Neue Kita in Südkirchen ist politisch in Sicht

Nur wenige Meter vom K+K-Markt entfernt soll eine neue Kita in Südkirchen entstehen. © Arndt Brede

Die Gemeinde Nordkirchen sieht die Chance, eine bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche neben dem K+K-Markt an der Oberstraße zukunftsorientiert zu nutzen. Zum einen im vorderen Bereich (also zur Oberstraße hin) für eine viergruppige Kindertagesstätte (Kita). Zum anderen, um bei Bedarf weitere Wohnflächen zu haben. Wie Bauamtsleiter Josef Klaas den Ausschussmitgliedern signalisierte, sei das Thema Wohnflächen derzeit nicht so dringlich wie der Bau einer Kita.


Zu Beginn des Tagesordnungspunktes hatte Bürgermeister Dietmar Bergmann die Notwendigkeit dieser Maßnahme skizziert: „Die Kinderzahlen in Südkirchen nehmen zu. Wir brauchen unbedingt einen neuen Kindergarten. Übergangsgruppen haben wir gefunden.“ Die Gemeinde gehe davon aus, dass zum 12. August im Wohngebiet Auf dem Hegekamp Mädchen und Jungen übergangsweise in einer angemieteten Wohnung untergebracht werden können.

Nächsten Schritt tun

Nun müsse zügig mit den Planungen des neuen Kindergartens begonnen werden, so Bergmann. Ein Investorenwettbewerb sei gestartet. In der Ausschusssitzung müsse es darum gehen, den nächsten Schritt zu tun und Planungsrecht zu schaffen.
Der Aussschuss hatte die Aufgabe, über erstens eine Flächennutzungsplanänderung für die Gesamtfläche zu entscheiden und zweitens einen Bebauungsplan für das künftige Kita-Grundstück aufstellen zu lassen.

Sollten einmal Wohnungen im hinteren Bereich der Fläche, also nördlich der Kita, entstehen, würde das „Wohngebietchen“ (O-Ton Josef Klaas) über den derzeitigen Feldweg zwischen K+K-Markt und zur Verfügung stehender Fläche erschlossen.

Politische Diskussion

Für die CDU erklärte Leo Geiser, seine Fraktion sei froh, dass eine Kita in einem Bereich, „der sehr geeignet ist“, geplant werde. Das sei das vordringliche Ziel. Die CDU wolle sich aber noch nicht für den hinteren Bereich auf Wohnen festlegen. Denkbar seien auch Nutzungen wie Begegnungsraum, karitative Einrichtungen oder Ähnliches. Die CDU schlug eine weitere Variante vor: die Kita in den hinteren Bereich zu legen. Klaas dazu: „Theoretisch kann die Kita hinten liegen.“ Das würde aber beispielsweise erfordern, die Erschließungsstraße komplett in Gänze anzugehen.

Zudem könnten laut Klaas und Bergmann die An- und Abfahrten der Eltern, die ihre Kinder zur Kita bringen, künftiges Wohnen im vorderen Bereich stören.


Für Bündnis 90/Die Grünen sprach sich Uta Spräner für den Bau der Kita, aber gegen Wohnbebauung im hinteren Bereich aus. „Der Aufwand für am Ende zehn Häuser ist zu groß.“ Auch die Vorgehensweise, Lücken in der Wohnbebauung zu füllen, sei nicht angebracht. Sie forderte ein Gesamtkonzept für die Gemeinde, aus dem hervorgehe, wo noch Wohngebiete ausgewiesen werden sollen.

Wohnbebauung im hinteren Bereich

Die SPD unterstütze Wohnbebauung im rückwärtigen Bereich der Kita, erklärte Lothar Steinhoff. Wohnraum im ländlichen Bereich sei wichtig. „Solche Potenziale sollten wir nutzen.“

Die UWG riet, offen zu lassen, ob im hinteren Bereich Wohnbebauung geplant ist, sagte Gereon Stierl.

Letztendlich beschloss der Ausschuss einstimmig, die gesamte Fläche im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche definieren zu lassen. Das lasse auch andere künftige Nutzungen als Wohnen zu.

Auch den Bebauungsplan für das Grundstück der Kita brachten die Politiker auf den Weg. Inklusive frühzeitige Bürger- und Behördenbeteiligung.