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Der Kunst eng verbunden

OLFEN Er wohnt zwar in Selm, ein paar hundert Meter von der Grenze zu Vinnum entfernt. Doch am bekanntesten ist er zweifellos in Olfen: Kitt- und Kunstmaler Willi Schulte vollendet am Montag sein 80. Lebensjahr.

von Von Mathias Münch

, 24.02.2008
Der Kunst eng verbunden

Willi Schulte vor einem seiner Gemälde.

Im holländischen Heerlen erblickte er am 25. Februar 1928 das Licht der Welt. Seine Eltern waren damals in den Niederlanden, weil Willi Schultes Vater dort - wie auch in anderen Ländern - Bergwerksmaschinen verkaufte. Im Jahr 1936 kam die Familie zurück nach Deutschland, zunächst nach Herne. Zwei Jahre später ging es weiter nach Selm. Hier lebt Willi Schulte also nun schon seit sieben Jahrzehnten.

In Bork erlernte er von 1942 bis 1944 das Malerhandwerk. Von Ende 1945 bis Ende 1946 besuchte er für zwei Semester Prof. Hans Tombrocks Schule für bildende und angewandte Kunst in Dortmund. Seitdem war die künstlerische Malerei für Willi Schulte immer ein wichtiger Nebenberuf und oft auch noch mehr. "Schon als Lehrling habe ich die Kinoreklame in Selm gemalt. Das war der Start meiner künstlerischen Laufbahn", erinnert sich Schulte. Danach führte ihn die Kunst, speziell die Wandmalerei, durch das ganze Ruhrgebiet. In fast allen Städten hat er Fassaden gestaltet, vorwiegend mit Zechenmotiven. Rund 2800 Wandmalereien stammen von dem heutigen Jubilar, darunter auch Werke in Hotels.

1100-Jahr-Feier

Ganz groß war er bereits im Jahr 1958 in Selm engagiert: "Da habe ich die ganzen Wagen für den Umzug der 1100-Jahr-Feier bemalt." Genau das gleiche hat er dann 31 Jahre später, bei der 1100-Jahr-Feier Olfens in der Steverstadt wiederholt. Auch bei vielen anderen Gelegenheiten stellte Willi Schulte sein Talent öffentlich zur Verfügung. Außerdem hat er eine Vielzahl von Bildern, Porträts und auch großen Gemälden geschaffen.

Seit der Session 1984/85 malt Schulte die Schilder für den Karnevalsumzug in Olfen. Vorher tat er das schon sieben Jahre lang in Vinnum. Die Kitthalle ist zu seinem zweiten Zuhause geworden, zumindest in den Monaten vor dem Nelkendienstagsumzug. 80 Schriftarten hat Willi Schulte auf Lager und alle Techniken, die zur Schrift gehören. Auch figürliche Darstellungen gehören zu seinem Repertoire.

1949 heiratete Willi Schulte seine Frau Irmgard. Mit ihr zusammen hat er drei Töchter und einen Sohn. Mittlerweile sind elf Enkelkinder und schon sechs Urenkel dazu gekommen, die dem Jubilar zu seinem runden Geburtstag gratulieren.