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Leohaus für die Bürger: Vereine sollen sich melden

OLFEN Was wird aus dem Leohaus nach dem Verkauf durch die katholische Kirchengemeinde? Ein Haus der Stadt für ihre Bürger und Vereine, wenn es nach dem Wunsch der Kommunalpolitiker geht.

von Von Matthias Münch

, 13.06.2008

Am Donnerstag gab der Haupt- und Finanzausschuss in nicht öffentlicher Sitzung grünes Licht dafür. Dem HFA lag ein erster umfangreicher Architekten-Entwurf zum Leohaus vor. Daraus geht hervor, dass das Gebäude erheblichen Sanierungsbedarf hat. Aber man kann etwas Gutes daraus machen. Dazu gehören auch zeitgemäße Energiesparmaßnahmen.

Renovierung günstiger als Neubau

Jedenfalls würden die Kosten für Kauf und Renovierung des Hauses deutlich niedriger ausfallen als für einen vergleichbaren Neubau, was Bürgermeister Josef Himmelmann am Freitag gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Das Leohaus hat eine Gesamtnutzfläche von rund 1250 m², das Grundstück ist 2250 m² groß. Erbaut wurde es im Jahr 1929.

Treppenhaus aus Glas

Der Entwurf des Architekten sieht ein vorgelagertes großes verglastes Treppenhaus samt Aufzug vor. Alle Etagen sollen renoviert und teilweise funktionaler gestaltet werden. Das Untergeschoss bleibt der Jugend mit separatem Eingang erhalten. Außerdem ist dort eine Gastronomie mit eigenen Eingängen vorgesehen.

Der Saal im Erdgeschoss bleibt erhalten. Die Räume im Erd- und Obergeschoss sollen für Vereine und eventuell auch VHS oder Musikschule zur Verfügung stehen. Das Dachgeschoss soll nur als Lager genutzt werden. Das äußere Erscheinungsbild wird moderner gestaltet.

Stadt übernimmt Kauf

Ob sich ein solches Konzept verwirklichen lässt, hängt von den möglichen Nutzern ab. "Wir möchten nun die Vereine fragen, ob sie sich unter festen Bedingungen am Leohaus beteiligen wollen", sagt Josef Himmelmann. Das bezieht sich auf die laufenden Kosten. Kauf und Renovierung könne die Stadt aus eigenen Mitteln finanzieren, ohne die Komplettentschuldung des Haushaltes in Frage zu stellen, versichert der Bürgermeister.

Eine Nutzung der Räume sei aber nicht kostenlos möglich. Daran müssten sich die Vereine je nach ihren finanziellen Möglichkeiten beteiligen. Interessierte Vereine sollten sich bis Ende kommender Woche bei ihm melden, bittet der Bürgermeister. Wenn feststeht wer mitmacht, wird das Konzept konkretisiert und in einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt. 

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