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Schützenbruderschaft: Nach viel Widerstand gab Vogel nach

VINNUM Christoph Beckmann hatte den Durchblick. „Du darfst nicht auf den Vogel zielen. Dann passt es“, stellte er fest. Fünf Minuten später war er König der Vinnumer Schützenbruderschaft St. Antonius. Doch dabei ging es nicht ganz so reibungslos ab.

von Von Matthias Münch

, 22.06.2008

Dass die Kugeln immer ein paar Zentimeter höher einschlugen als die Schützen wollten, hatten auch die anderen Titelanwärter bemerkt und zielten ein Stück tiefer. Doch Christoph Beckmann beendete mit dem 335. Schuss das Finale im Jubelsturm seiner Kameraden. Zur Mitregentin wählte er sich Monika Schomberg.

Tolle Stimmung herrschte am Wochenende in Vinnum. Der Festball am Samstagabend war schon „grandios und bestens besucht“, wie Michael Schomberg, Vorsitzender und Ehemann der neuen Königin, zufrieden feststellte. Dabei sorgte die Alte Wache 89 für eine Überraschung. Als bayerische Trachtengruppe verkleidet legte sie einen flotten Folkloretanz aufs Parkett.

Am Sonntag stieg die Spannung. Der scheidende König Ulrich Köppeler gab den ersten Schuss ab. Dann flogen sofort die Fetzen. Nach wenigen Minuten holte sich Gerd Hans, Ehemann der alten Königin Irene Hans, den Apfel. Unmittelbar danach schossen Anton Pollmann das Zepter und Volker Froning den rechten Flügel.

Der Flügel blieb im Kugelfang hängen

Beim linken Flügel wurde es kurios. Michael Asemann trennte ihn vom Rumpf des Vogels, aber der Flügel blieb im Kugelfang hängen. Mit einem gezielten Schuss holte ihn Asemann doch noch herunter. Die Krone saß diesmal zu fest auf dem Kopf. Sie wurde von den Schüssen völlig zersiebt.

Der Rest des Vogels schien schon ziemlich weich. So gab es eine kleine Schießpause. Und dann schossen fünf Kandidaten um die Wette: Norbert Vogel, Michael Hampel, Christoph Beckmann, Franz-Willi Geismann und Ludger Wendel. Einmal wurde „Kaiserwetter„ gerufen, als Franz Kortmann (König von 1989) zum Spaß anlegte, ein Riesenstück aus dem Vogel herausschoss und sich selbst darüber erschreckte.

Doch leistete das hölzerne Federvieh dann doch noch ganz schön Widerstand, bis die Schießmeister Willi Merten und Heribert Birken die 335. Patrone in den Lauf schoben und Christoph Beckmann den goldenen Schuss landete.

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