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Schwester Emilia aus Tansania beim Familienkreis Kunterbunt

OLFEN Schwester Emilia lächelt. „Sicherlich gibt es Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten“, erklärt die Ordens-Frau aus Tansania. Drei Wochen lang ist sie zu Gast in Deutschland, genauer gesagt in Olfen, noch konkreter: Beim Familienkreis Kunterbunt der Kirchengemeinde St. Vitus.

von Von Daniel Maiß

, 19.06.2008
Schwester Emilia aus Tansania beim Familienkreis Kunterbunt

Schwester Emilia aus Tansania fühlt sich in Deutschland wohl und wurde vom Familienkreis Kunterbunt herzlich aufgenommen.

Der hat der Ordensschwester die Reise ermöglicht. Normalerweise lebt Schwester Emilia in Bukoba, im Norden Tansanias nahe der Grenze zu Uganda.Arbeit in der Krankenstation Ganz in der Nähe – in Kajunguti – liegt die Krankenstation „St. Therese Dispensary“. Dort kümmert sich die Ordensschwester um die Kranken, versorgt sie mit Medizin, hilft bei Geburten. Gesundheitserziehung, verantwortungsbewusste Familienplanung, ausgewogene Ernährung – es gibt kaum einen Bereich, mit dem sich die Ordensschwester nicht beschäftigt. Jetzt sitzt sie Tausende Kilometer entfernt im Wohnzimmer der Familie Eckmann und summt ein Lied. „Ich singe gern“, verrät die Schwester, die zum ersten Mal in Deutschland ist, sich zum ersten Mal außerhalb Afrikas befindet. „Manchmal ist mir kalt“, gibt die Ordensschwester zu, am Abend greift sie dann auch mal zu Schal und Mütze. Einige deutsche Worte hat sie auch schon gelernt. „Guten Morgen“ sei ebenso kein Problem wie „Krankenstation“. Sie hat sogar schon ein EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gesehen, jubelt bei Toren einfach mit. In der Krankenstation Kajunguti hat sie viele Erfahrungen gesammelt, davor arbeitete sie in einem Flüchtlingslager in Burundi. Grauen des Bürgerkriegs Wenn sie an das Grauen des dortigen Bürgerkriegs denkt, wird Schwester Emilia nachdenklich. Sie möchte möglichst viele Erfahrungen sammeln, sich im Familienkreis austauschen. Und für ihr Projekt werben, denn Schwester Emilia hat eine Mission. Sie möchte daheim eine Entbindungsstation errichten. Dafür hat sie einen detailgenauen Plan entwickelt, von der Anzahl der benötigten Schrauben bis hin zu einem konkreten Grundriss ist alles aufgelistet. Neben diesem dicken Ordner hat die Schwester auch eine Foto-CD mitgebracht. Auf den Fotos ist dokumentiert, was mit den bisherigen Spenden alles gebaut wurde. Mit Hilfe der CD wird die Schwester Vorträge halten, besucht die Landfrauen, die Lepragruppe und die Frauengemeinschaft (kfd). Zeit für Ausflüge Dennoch bleibt genug Zeit für Ausflüge. Olfen und Umgebung hat Emilia schon erkundet, zwei mal war sie in Telgte. Dort befindet sich der Tansania Intensivkreis, der schon über 20 Jahre Kontakte zu Einrichtungen in dem afrikanischen Land pflegt. Hierüber und über Pastor Bernd de Baey entstand der Kontakt nach Olfen. Gemeinsam mit dem Familienkreis organisiert die Ordensschwester einen Familiengottesdienst. Der findet am Sonntag, 22. Juni, ab 10.30 Uhr statt. Nach der Messe, die teilweise in Englisch mit Übersetzung gehalten wird, gibt es für alle die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde mit der Schwester aus Tansania zu unterhalten. „Ich danke dem Familienkreis, dass er das alles möglich gemacht hat“, sagt Schwester Emilia sichtlich bewegt – und lächelt.

Hier liegt der Wohnort von Schwester Emilia:

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