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Willi II. regiert jetzt in Sülsen

OLFEN Die Rufe "Willi, Willi" erklangen gestern schon vor dem finalen Schuss an der Vogelruthe. Und dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Ein glücklicher König Willi Dirkmann strahlte auf den Schultern der Kameraden seinen begeisterten Untertanen entgegen.

von Von Ruhr Nachrichten

, 15.06.2008

Mit dem 351. Schuss hatte der Feldmarschall gerade den Rest des Vogels von der Stange geholt und sich die Regentenwürde der Sülsener Schützen gesichert. Zu seiner Königin erkor er sich Erika Vennemann.

Es war einer der Höhepunkte eines Schützenfestes, dass bereits am Samstag mit dem Frühschoppen phantastisch begonnen hatte. "Auch beim Königsball am Samstagabend war das Zelt brechend voll. Es herrschte Bombenstimmung", stellte Vereinsvorsitzender Heinrich Lohmann zufrieden fest.

Am Sonntagnachmittag stieg die Spannung. Erst ging alles recht schnell. Nachdem der alte König Josef I. Westrup den ersten Schuss abgegeben hatte, fielen vier Insignien binnen einer halben Stunde.

Den linken Flügel und den Apfel holte sich Zugführer Udo Szuty mit einem einzigen Schuss. Den rechten Flügel ergatterte Fahnenoffizier Franz-Josef Scholbrock und das Zepter schoss Michael Kiekebusch ab.

Hartnäckiger Vogel

Die Krone ließ etwas länger auf sich warten. Sie und den Schweif holte sich schließlich Karl-Heinz Forsmann. Und der wollte noch mehr. Der Vater der amtierenden Kinderkönigin Nena schälte sich als einer der ernsthaften Königsanwärter heraus.

Zusammen mit Willi Dirkmann, Friedhelm Zurstraßen und Norbert Hüning ging er ab 17 Uhr aufs Ganze. Wer nun dachte, die Sache sei rasch erledigt, sah sich getäuscht. Denn auf einmal leistete das hölzerne Federvieh erheblichen Widerstand.

Die vier Königsanwärter schossen nämlich noch fast eine Stunde, bis der zähe Vogel endlich aufgab, um für Willi II. und Erika I. den Weg für eine dreijährige Ära frei zu machen.  

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