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Orthostatischer Schwindel meist kein Grund zur Sorge

Berlin. Einen kurzen Schwindelanfall haben vermutlich viele Menschen schon einmal erlebt. Aber warum passiert das eigentlich? Und wie sollte man am besten reagieren?

Orthostatischer Schwindel meist kein Grund zur Sorge

Ein kurzer Schwindel ist in den meisten Fällen nicht besorgniserregend. Betroffene warten am besten einfach ab, bis das in die Beine gesackte Blut wieder nach oben gelangt ist. Foto: Christin Klose

Es hat ein bisschen was von Kontrollverlust. Man steht abrupt auf und plötzlich wird es schummrig. Die Umwelt dreht sich, vielleicht wird es auch kurz schwarz vor Augen. Dieser sogenannte orthostatische Schwindel kann beängstigend sein - gefährlich ist er normalerweise aber nicht.

Woher das kommt?

Begibt sich der Mensch von der Horizontale in die Vertikale - spricht: steht er aus dem Liegen auf -, wird er Opfer der Schwerkraft. Das Blut sackt in die Beine. Der Kopf wird entsprechend nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Die Kommandozentrale geht kurz mal in den Stand-by-Modus, könnte man sagen. Deshalb ist der Betroffene zeitweilig nicht mehr Herr der Lage.

Was also tun? 

Kurz abwarten, dann kommt das Blut zurück. Ein gesunder Organismus weiß sich selbst zu helfen. Er aktiviert die körpereigene Pumpe: das Herz. „Es schlägt schneller, damit das Blut auch schnell wieder nach oben gelangt“, erklärt Prof. Ulf Landmesser, Direktor der Medizinischen Klinik für Kardiologie an der Berliner Charité.

Wer öfter mit dem orthostatischen Schwindel zu tun hat, sollte langsam aufstehen und ausreichend trinken, rät Landmesser. Außerdem hilft alles, was den Kreislauf stärkt: Sport oder Wechselduschen zum Beispiel. Ist der Leidensdruck groß, können Betroffene mit ihrem Arzt sprechen. Manche Medikamente - zum Beispiel Betablocker oder Blutdrucksenker - begünstigen den Schwindel. Eventuell kann der Arzt die Medikation dann anpassen.

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