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Ostermärsche wenden sich gegen Rüstungsexporte

Frankfurt/Chemnitz. Mit Aktionen in sechs Bundesländern haben am Karfreitag die Ostermärsche der Friedensbewegung begonnen. Bis Ostermontag sind mehr als 100 Demonstrationen, Kundgebungen, Mahnwachen oder Vortragsveranstaltungen geplant.

Ostermärsche wenden sich gegen Rüstungsexporte

Zahlreiche Friedensinitiativen planen an Ostern auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Aktionen. Foto: Andreas Arnold/Archiv

Die Beteiligung blieb auch in diesem Jahr mit jeweils einigen Hundert Menschen weit hinter dem Höhepunkt zu Beginn der 1980er Jahre zurück. Horst Trapp von der Informationsstelle Ostermarsch 2018 sagte aber, bei den ersten Aktionen zeichne sich eine „leicht gestiegene Tendenz“ ab.

Möglicherweise sei dies eine Reaktion auf eine verbreitete Verärgerung über deutsche Rüstungsexporte an die Türkei und das türkische Vorgehen gegen die Kurden in Nordsyrien. „Die Basisbewegung der Ostermärsche ist nicht kaputtzukriegen“, sagte Trapp.

Mehr als 200 Menschen zogen am Karfreitag beim bundesweit ersten Ostermarsch durch die Chemnitzer Innenstadt. „Wir fordern Abrüstung für das Leben und die Zukunft, für Klima und Umwelt“, sagte Reiner Braun, Co-Vorsitzender des International Peace Bureau, bei der Auftaktkundgebung am Rathaus laut Redemanuskript.

Er warnte vor einer Verdoppelung der Rüstungsausgaben in Deutschland und verlangte den schnellen Abzug der Bundeswehr aus „meist völkerrechtswidrigen Interventionskriegen“. In diesem Jahr gelte die Solidarität den Kurden in Afrin. „Keine Ausweitung des Krieges auf den Irak und Frieden in Syrien durch Verhandlungen“, forderte Braun.

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