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Papa Taj kann stolz sein: Deva Mahals starkes Debüt

Berlin. Eine Stimme wie ein Orkan - diese oft benutzte, oft klischeehafte Beschreibung eines Gesangstalents, bei Deva Mahal passt sie. Der starke Gesamteindruck ihres Debütalbums kommt nicht von ungefähr.

Papa Taj kann stolz sein: Deva Mahals starkes Debüt

Deva Mahal hat ein starkes Debüt vorgelegt. Foto: Xavier De Nauw

Sie sollte natürlich keinesfalls auf ihren Vater reduziert werden - dafür sind Stimme, Songs und Performance zu eindrucksvoll. Es schadet aber auch nicht zu wissen, dass Deva Mahal die Tochter eines der berühmtesten US-Bluesmusiker ist.

Der inzwischen 75-jährige Gitarrist Taj Mahal (geboren als Henry St. Clair Fredericks) hat dieser Künstlerin jedenfalls viel Talent und Gespür für diverse Spielarten schwarzer Musik auf den Weg gegeben. Und mit diesen Pfunden wuchert Deva Mahal nun auf ihrem ersten Album „Run Deep“ (Motema/Pias), das Soul, Blues, Jazz, Funkrock, Gospel („Take A Giant Step“) und mächtige Balladen („Shards“, „It's Down To You“) zusammenbringt. Immer getragen von einem Gesang, der mit seiner Urgewalt auftrumpft, aber nie protzt.

Dass die große Aretha Franklin zu Deva Mahals Vorbildern zählt, wird schon im Opener „Can't Call It Love“ klar: „Before we have love, L.O.V.E./You need to show me R.E.S.P.E.C.T.“, fordert die selbstbewusste Dame aus Brooklyn da ganz unverblümt wie ihre legendäre Soul-Schwester einst in den 60er Jahren.

Die derzeit von afroamerikanischen Musikern wieder oft (und notwendigerweise) ausgestellte „black consciousness“ zeigt Deva Mahal auch im Titelsong unter anderem mit der Textzeile „I'm ready for battle“ - dazu tritt Rapperin Coco Peila an ihre Seite. Ein weiterer Gastauftritt folgt in „Turn Up“, veredelt von Allen Stone, der hier eine perfekte Stevie-Wonder-Kopie hinlegt.

Das Potenzial dieser schon etwas reiferen Debütantin ist also riesig, gefördert wurde es auf „Run Deep“ von den renommierten Produzenten Scott Jacoby (Vampire Weekend, José James, Coldplay) und Jarrett Wetherell (Beyonce, FKA Twigs). Der Weg von Deva zu einer neuen Black-Music-Diva scheint nun - nach Kollaborationen mit TV On The Radio und Sharon Jones - vorgezeichnet. Nach dem ersten Songwriting-Aufschlag 2008, als sie gemeinsam mit ihrem Vater „Never Let You Go“ für das Grammy-nominierte Taj-Mahal-Album „Maestro“ schrieb, steht diese tolle Sängerin für sich.

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