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Poesiefestival Berlin mit 150 Dichtern aus aller Welt

Berlin. Wer liest heute noch Gedichte? Das Berliner Poesiefestival zeigt seit fast 20 Jahren, wie lebendig und vielfältig die Gegenwartslyrik ist.

Poesiefestival Berlin mit 150 Dichtern aus aller Welt

Multikünstler Ai Weiwei nimmt am Poesiefestival in Berlin teil. Foto: Michael Kappeler

Berlin verwandelt sich diese Woche wieder in ein Mekka der Poesie. Zum 19. Poesiefestival werden von Donnerstag an 150 Dichter und Künstler aus mehr als 50 Ländern erwartet.

Mit dabei sind etwa der chinesische Filmemacher und Menschenrechtsaktivist Ai Weiwei, der radikale US-Dichter Charles Bernstein und die aus Burundi geflohene Frauenrechtlerin Ketty Nivyabandi.

Das Festival (24.-31. Mai) soll mit Lesungen, Ausstellungen, Performances und Konzerten Poesie erlebbar machen. „Unter dem Motto 'Werte Vers Kunst' befragen die internationalen Dichterinnen und Dichter unsere Werte durch die Kunst von Versen und bringen sie als Poesie auf die Bühne“, so die Veranstalter.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sprach in ihrem Grußwort vom „wunderbaren Zauber“ der Poesie. Um ihre Möglichkeiten auszuschöpfen, sei die Freiheit der Kunst unverzichtbar, so die CDU-Politikerin.

Das Festival wird vom Haus der Poesie in Zusammenarbeit mit der Berliner Akademie der Künste veranstaltet und aus dem Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der konkreten und sichtbaren Poesie. Unter dem Motto „Raus mit der Sprache“ setzen sich ab Donnerstag (24. Mai) mehrere beteiligte Galerien in ihren Ausstellungen mit dem Zusammenspiel von Sprache, Schrift, Klang und Medien auseinander.

Bei der Auftaktveranstaltung „Weltklang“ (25. Mai) lesen, singen und performen zahlreiche internationale Künstler in ihren Muttersprachen. So solle der Reichtum der Gegenwartslyrik deutlich werden, hieß es. Zu der Veranstaltung erscheint eine Anthologie mit Übersetzungen zum Mitlesen.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Abend „Elegie und Aufbruch“ (29. Mai), bei dem sich Exil-Künstler aus China mit den zwiespältigen Entwicklungen in ihrem Land auseinandersetzen. Neben Ai Weiwei sind der ebenfalls in Berlin lebende Lyriker Yang Lian sowie die Dichterin und Wanderarbeiterin Zheng Xiaoqiong vertreten.

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