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Pokalsieg als letzte Eintracht-Chance - Hradecky warnt

Gelsenkirchen. Frankfurt hat den Einzug in die Europa League wohl verspielt. Mit dem dem 0:1 auf Schalke rutscht die Eintracht auf Rang acht. Die letzten Hoffungen ruhen auf dem Pokalfinale gegen den FC Bayern. In Berlin muss die Kovac-Elf die letzten Reserven mobilisieren. Nur wie?

Pokalsieg als letzte Eintracht-Chance - Hradecky warnt

Frankfurts Torwart Lukas Hradecky spricht von einer „katstrophalen Leistung“. Foto: Marijan Murat

Die Beine sind müde, die Köpfe leer - doch Niko Kovac muss seine ausgelaugten Profis für den Saisonhöhepunkt in Berlin noch einmal aufrichten und motivieren.

„Wir müssen das Spiel schnell abhaken und vergessen“, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 0:1 beim FC Schalke 04, mit dem sein Team eine weitere Chance auf die Rückkehr nach Europa kläglich vergab.

Am letzten Bundesliga-Spieltag rutschten die Hessen noch auf Platz acht und müssen das DFB-Pokalfinale gegen den wohl übermächtigen FC Bayern München gewinnen, um doch noch den Einzug in die Europa League zu schaffen. Selbst den Spielern ist unklar, wie das gehen soll. Erst vor zwei Wochen kassierte die Kovac-Elf in München beim 1:4 eine Lehrstunde.

„Unser Akku ist leer. Das war absolut katastrophal. So haben wir in Europa nichts zu suchen“, fasste der scheidende Lukas Hradecky, der in der kommenden Saison wohl das Tor von Bayer Leverkusen hütet, seine Eindrücke zusammen. „Wenn auch der Kopf müde ist, muss man sich überlegen, wie man sich zusätzlich motiviert. Jetzt müssen wir unsere Restenergie ins Pokalfinale stecken.“

Nicht nur der blutleere Auftritt beim Vizemeister aus Gelsenkirchen, der mit seinen Fans eine grandiose Saisonabschlussparty und die erfolgreiche Revanche für das Halbfinal-Aus im Pokal gegen Frankfurt feierte, macht Sorgen. Seit Wochen geht die Eintracht physisch und psychisch auf dem Zahnfleisch. Nach dem 23. Spieltag waren die Hessen als Tabellen-Dritter noch auf Champions-League-Kurs, ehe einige Wochen später der Wechsel von Kovac zum FC Bayern durch eine Indiskretion bekannt wurde und der Höhenflug endgültig endete. In den letzten sieben Bundesliga-Spielen gelang nur noch ein Sieg mit dem 3:0 gegen Absteiger Hamburger SV vor einer Woche.

Gleichwohl vermittelte der Kroate den Eindruck, als sei der Absturz alles andere als ein Desaster und verwies auf die ungleichen Möglichkeiten im Vergleich zur Konkurrenz. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen und was uns vor der Saison prognostiziert wurde. Wir können stolz sein“, bilanzierte Kovac.

Auch Fredi Bobic vermied mit Blick auf die letzte Chance in Berlin jegliche harsche Kritik. „Platz acht ist absolut in Ordnung. Das müssen wir so hinnehmen. Wir sind einstellig, das ist eigentlich eine riesen Geschichte. Aber es sind Mannschaften vor uns, die zurecht da vorne stehen“, sagte der Sportvorstand. Natürlich seien alle „enttäuscht“, meinte er. Rang sieben hätte gereicht, um zumindest an der Qualifikation zur Europa League teilzunehmen. Die winkt im Fall des Münchner Pokalsieges nun dem VfB Stuttgart.

Es ist schwer vorstellbar, dass die letzten Körner der Frankfurter im Cup-Finale gegen Kovacs künftigen Arbeitgeber für die ersehnte Sensation ausreichen. Alle Aussagen der Protagonisten klingen wie Durchhalteparolen. „Wir müssen jetzt unsere Kräfte sammeln und dann in Berlin alles geben“, betonte Marius Wolf. Danny da Costa meinte trotzig: „Wir haben noch genug Reserven.“

Selbst Kovac und Bobic verbreiteten wenig Zuversicht und Selbstbewusstsein. „Beim Pokalfinale kann keiner sagen, dass er müde ist. Die Fans freuen sich auf Berlin und sagen: Ihr habt ja noch einen Schuss. Vielleicht reicht es ja“, meinte der Sportvorstand, klang dabei aber ebenso wenig überzeugt wie der Trainer vor seiner Abschiedsvorstellung. „Vielleicht haben wir am Samstag mehr Glück.“

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