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Prozesskosten wegen Kindesentführung von Steuer absetzbar

Düsseldorf. Prozesskosten wegen einer Kindesentführung können als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Das hat das Finanzgericht in Düsseldorf entschieden (Az. 13 K 3024/17 E). Ein Kläger hatte dafür knapp 21 000 Euro in seiner Einkommensteuererklärung angesetzt. Er argumentierte, seine Ex-Frau habe seine zwei Jahre alte Tochter nach Südamerika entführt.

Doch das Finanzamt verweigerte den Abzug der Aufwendungen: Der Kläger habe nicht nachgewiesen, inwiefern seine Existenzgrundlage gefährdet gewesen sei. Das sah das Finanzgericht anders: Zur Existenzgrundlage zähle auch die immaterielle Lebensgrundlage. Der Wunsch eines Kindes nach Nähe zu seinen Eltern sei ein elementares menschliches Bedürfnis. Die Entscheidung, über die das Gericht am Freitag informierte, ist nicht rechtskräftig. Die Revision zum Bundesfinanzhof wurde zugelassen.

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