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RWE plant starken Einschnitt in Hambacher Wald im Herbst

Köln. Bei den nächsten Rodungen im Hambacher Wald am gleichnamigen Braunkohletagebau soll mehr als die Hälfte des Waldes gefällt werden. Mehr als 100 Hektar von den restlichen rund 200 Hektar würden dann gerodet, teilte RWE Power am Montag in Köln mit. Darin enthalten seien das 80 Hektar große Gebiet, das wegen des vorübergehenden Rodungsstopps in der vergangenen Saison nicht abgeholzt wurde.

RWE plant starken Einschnitt in Hambacher Wald im Herbst

Ein Banner mit der Aufschrift "Climate Change is not debatable" hängt am 28.11.2017 im Hambacher Forst in Kerpen. Foto: Marius Becker/Archiv

Die nächste Saison dauert nach früheren Angaben vom 1. Oktober bis Ende März. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND/NRW) hat Klage gegen den unlängst zugelassenen Hauptbetriebsplan bis 2020 eingereicht, der auch die umstrittenen Rodungen genehmigt. Zentraler Streitpunkt ist, ob der Rest des Hambacher Waldes bei Kerpen mit den Wochenstuben der Bechsteinfledermaus als Teil des ökologischen EU-Schutzgebietssystems „Natura 2000“ gemeldet werden müsste.

Als der Wald noch 3000 Hektar groß und intakt war, hätte sich das aufgedrängt, sagte der RWE-Gutachter Ulrich Mierwald. Aber jetzt gebe es Gebiete, die geeigneter dafür wären, als der Hambacher Wald.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz verweist auf eine Vorschrift in Nordrhein-Westfalen, wonach je Lebensraum einer Art mindestens die fünf besten Gebiete zu melden seien. Für die Bechsteinfledermaus sei bisher nur der Nörvenicher Wald gemeldet worden, obwohl es im Hambacher Wald das größere Vorkommen der streng geschützten Feldermausart gebe.

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