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Rollfietsen konnten ausgiebig getestet werden

Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer schaffte Rollfietsen an

Dass die Bewohner des Hauses St. Martin auch im Rollfiets die Umgebung erkunden können, ist der Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer zu verdanken. Samstag konnte man die Gefährte testen.

von Hendrik Buecker

Raesfeld

, 22.04.2018
Rollfietsen konnten ausgiebig getestet werden

Die nunmehr drei Rollfietsen konnten einmal ausgiebig getestet werden. © Foto: Hendrik Bücker

Unter dem Motto „Rollfiets – Mobilität im Alter“ lud die Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer (REH) am Samstag zu einer Informationsveranstaltung. Die nunmehr drei Rollfietsen konnten auf dem Gelände der St.-Sebastian-Schule begutachtet und ausprobiert werden.

„Es macht einfach Spaß und von der Freude der Senioren an der gemeinsamen Fahrt kann man lange zehren“, erzählte Walter Lehmbrock, der zu einer kleinen Gruppe Freiwilliger gehört, die für die Bewohner des Seniorenhauses St. Martin Spaziergänge und Radtouren anbietet. Er sähe es gerne, wenn sich mehr Leute einen Ruck gäben und mithelfen würden, denn das Angebot werde von den Senioren so gut in Anspruch genommen, dass immer weniger Zeit für den Einzelnen bleibe.

Die Umgebung erkunden

Dass die Bewohner des Hauses St. Martin nicht mehr nur im Rollstuhl geschoben werden müssen, sondern auch im Rollfiets die Umgebung erkunden können, ist der Bürgerstiftung zu verdanken. Neben den zwei bereits vorhandenen Doppelsitzern konnte die Stiftung in diesem Jahr einen dritten Fiets durch Spenden finanzieren. Dieser ist speziell auf Rollstuhlfahrer ausgerichtet. Feste Standorte der Fietsen sind das Seniorenhaus St. Martin, das Haus an der Gartenstraße und zukünftig das Haus am Kirchplatz in Erle, „doch die Rollfietsen sollen allen Bürgern zugänglich sein“, erklärte Jutta Bonhoff, Vorsitzende des Stiftungsvorstands, „weshalb wir heute hier in Raesfeld und kommendes Wochenende in Erle darüber informieren wollen.“

Wunsch nach mehr Mobilität

Ursprünglich sei der Wunsch nach mehr Mobilität von den Senioren selbst gekommen. „Wir als Bürgerstiftung haben diesen Gedanken aufgegriffen und uns um die Finanzierung und Anschaffung der Rollfietsen gekümmert“, so Bonhoff. Zwar haben die Bewohner der drei genannten Häuser Vorrang, nach einer entsprechenden Anmeldung und Einweisung dürfen jedoch alle, die altersbedingt oder aus gesundheitlichen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Rollfietsen auf Leihbasis nutzen. Die Rollfietsen sind äußerst bedienungsfreundlich und gewähren einen schnellen Start ins Fahrvergnügen.

Gemeinsame Radtouren

Der dreh- und größenverstellbare Beifahrersitz erleichtert das Aufsteigen und Gurte, Armstützen sowie Rückenlehne sorgen für einen sicheren Halt. Ob man auf dem Beifahrersitz in die Pedale (mit oder ohne Kraftübersetzung) treten möchte, lässt sich individuell einstellen. Beim neuen Rollstuhlfiets wird die Person mit Handicap inklusive des Rollstuhls auf eine kippbare Plattform geschoben, dort gesichert und erlebt die Fahrt passiv mit. Beide Modelle verfügen über Elektromotoren, die die Fahrer unterstützen. „Das Rollfiets ermöglicht mir und meinem Mann gemeinsame Radtouren“, stellten Angelika und Dieter, die die Räder zum ersten Mal ausprobierten, erfreut fest.

Wer sich informieren oder die Rollfietsen gegen eine kleine Spende leihen möchte, kann sich mit der Bürgerstiftung in Kontakt setzen oder die Räder am Sonntag (29. April) ab 12.30 Uhr auf dem Gelände der Silvestergrundschule in Erle ausprobieren.