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Real-Star Ronaldo trotz Problemen stärker denn je

Madrid. Mit 33 Jahren denken Fußballer langsam an das Ende der Karriere - oder machen Schluss, wie Philipp Lahm im vorigen Sommer. Cristiano Ronaldo dreht in dem Alter aber erst richtig auf. Trotz Problemen mit dem Fiskus und mit seinem Club-Boss.

Real-Star Ronaldo trotz Problemen stärker denn je

Steht bei Real Madrid auch mit 33 weiterhin im Mittelpunkt: Superstar Cristiano Ronaldo. Foto: Andreas Gebert

Je älter, desto besser: Was man über einen guten Wein sagt, das gilt auch für Cristiano Ronaldo. Der Stürmerstar von Real Madrid ist seit einigen Monaten in der Form seines Lebens.

Der fünffache Weltfußballer strebt mit dem Titelverteidiger wieder das Finale der Champions League an, obwohl der 33-Jährige von Problemen geplagt wird. Das Schlimmste: Seit über einem Jahr liegt Ronaldo im Clinch mit dem spanischen Fiskus. Im Falle einer Verurteilung droht ihm sogar eine mehrjährige Haftstrafe.

Spanische Medien versichern zudem, dass die Beziehung zwischen dem Profi und dem mächtigen Clubpräsidenten Florentino Pérez alles andere als gut sei. Der Portugiese fordere seit langer Zeit eine Verlängerung seines bis 2021 laufenden Vertrags zu deutlich besseren Konditionen, heißt es. Seine Jahresbezüge liegen derzeit bei rund 23 Millionen Euro. Das Argument von „CR7“: Sein Erzrivale Lionel Messi vom FC Barcelona und der Brasilaner Neymar von Paris Saint-Germain verdienen viel mehr - und das könne nicht sein.

Von Problemen merkt man auf dem Platz aber nichts. In der Champions League hatte er in dieser Saison vor dem Halbfinale schon 15 Mal getroffen. Ähnlich treffsicher war er in der Saison 2013/14, als er mit 17 Toren den Rekord aufstellte. In der ewigen Torjägerliste der Königsklasse liegt er deutlich vor Messi. Mit seinem Jahrhunderttor Anfang April im Viertelfinal-Hinspiel bei Juventus Turin per Fallrückzieher versetzte er die Fußballwelt in Ekstase.

Juve-Trainer Massimiliano Allegri stellte fest: „Ronaldo ist besser denn je, weil er sich den Umständen angepasst hat und anders spielt. Er ist für sein Team wichtiger denn je und seit zwei Jahren der beste der Welt.“ Der Journalist Edu Aguirre, der Ronaldo gut kennt, sagte jüngst im spanischen TV, der Spieler kümmere sich immer mehr um seinen Körper und habe zu Hause im Madrider Nobel-Vorort Pozuelo „neueste Maschinen“, wie etwa eine Kältekammer. Er trainiere auch zu Hause viel und ernähre sich sehr gesund. Deshalb sei der Mann von der Insel Madeira „fit wie nie zuvor“.

Die Mühe lohnt sich: Ein Star war er zwar schon immer. Ronaldo errang aber seine größten Erfolge - anders als die meisten Profis - kurz vor oder nach dem 30. Lebensjahr. Weltfußballer wurde er in den Jahren 2013, 2014, 2016 und 2017. Mit Real gewann er in den vergangenen vier Spielzeiten drei Mal die Champions League. Er trifft häufiger als früher, als er allerdings mehr der Vorbereiter war. Und Portugal führte er bei der EM 2016 in Frankreich zum ersten großen Titel überhaupt.

Wurde Ronaldo in seiner Heimat früher oft scharf kritisiert - viele warfen ihm Arroganz vor -, ist er heute ein Idol. Der Flughafen von Madeira wurde 2017 nach ihm benannt, dort gibt es jetzt auch eine Bronze-Büste des Megastars. Trotz des Starensembles um Weltmeister Toni Kroos und Abwehrheld Sergio Ramos setzten Fans und Medien der spanischen Hauptstadt beim Halbfinale vor allem auf Ronaldo. „Die Legende geht weiter“, titelte am Mittwoch die Zeitung „Marca“.

Alles in bester Ordnung, wäre da nicht die Sache mit der Staatsanwaltschaft, die im Juni 2017 Anzeige wegen Hinterziehung von 14,7 Millionen Euro gegen ihn erstattete. Nachdem der Spieler wenig später in einer Anhörung vor der Richterin alle Beschuldigungen zurückwies, muss diese in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden, ob ein Steuerstrafprozess eröffnet wird. „Ich habe niemals etwas verborgen und auch niemals die Absicht gehabt, Steuern zu hinterziehen“, sagte Ronaldo.

Ruhe und Ausgeglichenheit findet Ronaldo, der eine Ausstiegsklausel von einer Milliarde Euro und auf Facebook mehr als 120 Millionen Fans hat, derweil zu Hause. Bei seinen vier Kindern und seiner Partnerin Georgina. „Trotz der Unordnung und des Chaos“ wolle er sieben Kinder haben. Und kicken wolle er mindestens bis zum 40. Lebensjahr, sagte er. Kleine Zahlen sind nicht seine Sache.

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