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Rekord bei Post-Beschwerden wahrscheinlich

Bonn. Zu langes Warten aufs ersehnte Paket, häufiges Klingeln beim Nachbarn: Im wachsenden Paketmarkt sind die Ansprüche an die Zustellung hoch - und oft passieren Fehler. Beschwerden nimmt die Bundesnetzagentur entgegen. Kunden machen davon reichlich Gebrauch.

Rekord bei Post-Beschwerden wahrscheinlich

Ein Paketzusteller liefert in seinem Zustellbezirk Sendungen aus. Foto: Daniel Karmann

Die Beschwerden über die Deutsche Post bei der Bundesnetzagentur könnten 2018 einen Rekord erreichen - bisher stehen sie bereits bei mehr als zwei Dritteln des Werts aus dem gesamten vergangenen Jahr.

Bis Ende Mai seien rund 4100 Beschwerden eingegangen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von den Regulierern. Im Gesamtjahr 2017 waren es demnach 6100, ein Anstieg von wiederum 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die meisten Beschwerden betreffen der Netzagentur zufolge Probleme bei der Zustellung. Über die Hälfte entfällt auf das lizenzpflichtige Brief-, ein Drittel auf das Paketgeschäft. Laut der Behörde ist die absolute Zahl insgesamt aber weiter auf einem niedrigen Niveau.

Auch in der Telekommunikation nimmt die Netzagentur Beschwerden entgegen. Diese bezogen sich zuletzt vor allem auf unerlaubte Telefonwerbung. Mit 26.000 Beschwerden lag die Zahl bis Ende April etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2017 kamen rund 57.500 Beanstandungen zusammen.

Die Verbraucher reichten zudem 41.000 schriftliche Beschwerden und Anfragen zum Missbrauch von Rufnummern bei der Netzagentur ein. Der größte Teil davon bezog sich auf belästigende Anrufe - etwa durch Wählcomputer, sogenannte Predictive Dialer, die automatisch Verbindungen herstellen.

Belästigt fühlten sich viele Menschen auch von Ping-Anrufen, mit denen der Rückruf an eine teure Hotline provoziert werden soll. Fast 10.000 Beschwerden in diesem Zusammenhang gab es für Spam-Nachrichten per Fax.

Vor allem die Beschwerdezahl bei der Post erregt seit einiger Zeit besondere Aufmerksamkeit. Der stetig steigende Onlinehandel führt auch zu einem erhöhten Verkehrsaufgebot in den Innenstädten und Fehlern bei der Zustellung. Für die Zusteller wird es zunehmend schwieriger, Fahrer zu finden, um die hohe Nachfrage zu bewältigen.

Die Konkurrenz der Post fordert deshalb etwa Zusatzgebühren für die Zustellung bis an die Tür. Experimentiert wird zudem mit Mikrodepots und der Zustellung mit Lastenrädern, um die Innenstädte zu entlasten.

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