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Rewe baut Supermarkt-Geschäft massiv aus

Köln. Der Handelsriese profitiert von der Kauflust der Bundesbürger und von der Übernahme von mehr als 200 Kaiser's Tengelmann- und Sky-Filialen. Doch der Umsatzsprung ist teuer erkauft.

Rewe baut Supermarkt-Geschäft massiv aus

Ein Kunde geht mit einem Einkaufskorb durch einen Rewe-Supermarkt. Foto: Oliver Berg/Archiv

Der Lebensmittelhandel in Deutschland boomt - und einer der großen Gewinner ist der Kölner Handelsriese Rewe. Der Lebensmittelhändler steigerte im vergangenen Jahr die Umsätze in seinen deutschen Supermärkten um satte 15,4 Prozent auf mehr als 21 Milliarden Euro, wie er am Dienstag in Köln mitteilte. Auch die Rewe-Discounttochter Penny wuchs - allerdings deutlich schwächer.

Ein wichtiger Grund für den Umsatzsprung bei den Supermärkten war die Übernahme von 64 Kaiser's Tengelmann-Filialen und 164 Sky-Supermärkten, die Rewe ein zusätzliches Umsatzvolumen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro verschafften.

Doch auch ohne die Zukäufe habe Rewe „das stärkste Umsatzwachstum der Supermarktbranche erwirtschaftet“, sagte Konzernchef Lionel Souque unter Berufung auf Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen Trade Dimensions. Bereinigt um die Neuerwerbungen lag das Plus bei 5,8 Prozent.

Rewe profitierte besonders stark von der gestiegenen Kauflust der Bundesbürger. 2017 war nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK für den Konsumgüterhandel „das beste in einer Reihe von guten Jahren“. Vor allem weil die Konsumenten häufiger zu teureren Produkten griffen, um sich eine „kleine Freude“ zu gönnen.

Den Umsatzsprung hat Rewe aber teuer bezahlt. Der Gewinn des Konzerns brach wegen der Kosten für die Filialübernahmen nach den bisher vorliegenden Zahlen um 27 Prozent auf 338 Millionen Euro ein. Und auch in den kommenden Jahren rechnet der Handelsriese mit weiteren Belastungen wegen Übernahmen. Vor allem die Sky-Supermärkte würden das Unternehmen noch Jahre Geld kosten, sagte Souque.

Dennoch verteidigt der Manager die Zukäufe. „Durch die Kaiser's-Tengelmann-Filialen und den Sanierungsbedarf bei Sky haben wir eine temporäre Ergebnisbelastung“, sagte er. „Doch indem wir dort investieren und modernisieren, verbessern wir unsere Wettbewerbsposition erheblich.“

Auch in Zukunft will Rewe auf Expansion setzen und jährlich mehr als zwei Milliarden Euro in den Ausbau des Unternehmens investieren. Denn der Konzern sieht sich unter Druck - und das nicht nur durch den direkten Konkurrenten Edeka. Auch die Discounter Aldi und Lidl investieren Milliarden in ihre Filialen und verwandeln sich immer mehr in kleine Supermärkte. Und im Internet wachsen weitere Rivalen wie der Lieferdienst Amazon Fresh heran. „Wir wissen, dass der Wettbewerb weiterhin extrem hart sein wird“, betonte Souque.

Um dem zu begegnen, steckt Rewe auch Geld in neue Ladenkonzepte. Im Mittelpunkt stehen mehr Frische und Bequemlichkeit. Ziel sei es, den „Abstand zum Discountgeschäft zu halten und auszubauen“ sagte der Manager. Auch online will Rewe Amazon und Co. Paroli bieten. 2017 steigerte der Konzern seine E-Commerce-Umsätze um rund 24 Prozent.

Im Schatten des deutschen Supermarktgeschäfts wuchsen auch die anderen Sparten des Handels- und Touristikkonzerns, wie der Discounter Penny, das Supermarktgeschäft im Ausland und die Rewe-Touristiksparte weiter. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Rewe-Gruppe um 6,7 Prozent auf 57,8 Milliarden Euro.

Und auch im laufenden Jahr blieb der Konzern auf Wachsumskurs. In den ersten drei Monaten steigerten Rewe und Penny ihren Erlös in Deutschland um 6,5 Prozent. Das Auslandsgeschäft wuchs gar um 7,5 Prozent. Geholfen hat dabei das dieses Jahr frühe Ostergeschäft.

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