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Rutschig und windig: Auftakt für Vettel mit Luft nach oben

Barcelona. Plätze drei und vier für Vettel. Mercedes gibt das Tempo vor. Aber was bedeuten die Trainingszeiten beim Europa-Auftakt? Vettel ist sich sicher, dass in ihm und dem Wagen noch mehr drin steckt. Er will die Pole in Spanien. Es wäre dort sein erste. Es geht um die WM-Führung.

Rutschig und windig: Auftakt für Vettel mit Luft nach oben

Der Brite Lewis Hamilton fuhr im Training zum Großen Preis von Spanien die schnellste Zeit. Foto: Eric Alonso/ZUMA Wire

Der windig-rutschige Auftakt in den Europa-Start der Formel 1 verlief für Sebastian Vettel noch nicht ganz nach Maß.

Platz drei am Vormittag mit fast einer Sekunde Rückstand auf den Tagesschnellsten Valtteri Bottas im Mercedes. Platz vier am Nachmittag zur Rennzeit und über drei Zehntelsekunden Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im zweiten Silberpfeil. Zudem schoben sich auch noch die auf dringende Wiedergutmachung sinnenden beiden Red-Bull-Crash-Piloten von Baku, Daniel Ricciardo und Max Verstappen vor den deutschen Ferrari-Star. Vettels Fazit: „Das Training war ganz in Ordnung.“

Zudem machte in der Garage der Scuderia der Wagen von Vettels Kollege Kimi Räikkönen Probleme. Nach nur 16 Runden funkte die Box dem Finnen aufgeregt: „Stopp das Auto, stopp das Auto.“ Ob ein Problem mit dem Motor Auslöser für das vorzeitige Trainingsaus war, blieb zunächst unklar und damit auch, ob Räikkönen eine Zurückversetzung in der Startaufstellung droht.

Wie überhaupt das Training eher weitere Fragen aufwarf, als beantwortete. Ganz wie Hamilton tags zuvor schon gesagt hatte: „Ich habe keine Ahnung, wie das Wochenende verlaufen wird. Es gibt noch viele Unbekannte in dieser Saison.“ Ein Problem waren die neuen Reifen, die laut Vettel recht rutschig waren.

Schon in den ersten anderthalb Stunden gegen Mittag gaben die beiden Mercedes, die bislang auf der einen schnellen Runde in dieser Saison eher Probleme hatten, das Tempo vor. Allen voran Bottas. Knapp zwei Wochen nach seinem deprimierenden Aus wegen eines Reifenschadens als Führender kurz vor dem Ende des Rennens in Baku legte der 28 Jahre alte Finne die schnellste Runde des Tages in 1:18,148 Minuten hin. Dahinter reihte sich Aserbaidschan-Sieger Hamilton vor Vettel ein.

Am Nachmittag fuhr Hamilton, der vor dem Rennen an diesem Sonntag (15.10 Uhr) vier Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung auf Vettel hat, die schnellste Runde auf den langsameren Reifen. Ricciardo, der in seinem Red Bull am Morgen von einer Windböe erfasst vom Kurs abkam und die Front des Wagens leicht demolierte, war ebenfalls auf der etwas härteren Reifenmischung unterwegs. Vettel auf der weicheren.

Zufrieden zeigte er sich mit den Updates für seinen Ferrari. „Es steckt aber noch mehr im Wagen und noch mehr in mir“, meinte Vettel und kündigte er mit Blick auf das Qualifying an diesem Samstag an: „Wir sollten schneller sein.“

Noch nicht optimal schien es auch für den zweiten Deutschen im Feld zu laufen. Bevor Nico Hülkenberg am Nachmittag auf den 13. Platz fuhr, war er in der ersten Einheit nicht über Rang 17 in seinem Renault hinausgekommen und nur gut drei Zehntelsekunden schneller gewesen als der polnische Rückkehrer Robert Kubica.

Mit 33 Jahren erlebte dieser sein Trainings-Comeback in der Motorsport-Königklasse und durfte im Williams erstmals seit Ende 2010 wieder an einer Session teilnehmen. Kubica wurde zwar nur Vorletzter, schaffte es aber vor seinen Teamkollege und Williams-Stammpilot Lance Stroll.

Kubica war im Februar 2011 bei einer Rallye in Italien verunglückt und hatte sich vor allem am rechten Arm und an der Hand schwere Verletzungen zugezogen. Trotz der Beeinträchtigungen kämpfte sich Kubica zurück in die Formel 1 und bekam ein Engagement als Ersatzpilot bei dem britischen Traditionsteam.

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