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SPD fordert mehr Kontrolle bei Krebsmittelherstellung

Düsseldorf. Weil ein Bottroper Apotheker jahrelang Krebsmedizin gestreckt haben soll, verschärfte die Landesregierung im August die Apothekenüberwachung. Der SPD-Landtagsfraktion reicht das nicht.

SPD fordert mehr Kontrolle bei Krebsmittelherstellung

In NRW gab es zuletzt den Bottroper Apothekerskandal. Daher will die SPD die Krebsmittelherstellung strenger überwachen. Foto: R. Vennenbernd

Nach dem Bottroper Apothekerskandal muss die die Herstellung von Krebsmedikamenten nach Ansicht der SPD-Fraktion schärfer kontrolliert werden. Die im August von der Landesregierung eingeführten Regelungen müssten ergänzt werden. Das geht aus einem Antrag hervor, der am Donnerstag Thema im Landtag sein wird.

Bei Apotheken, die Krebsmedikamente herstellen, sollte demnach auch überprüft werden, ob Einkauf und Abgabe von Wirkstoffen zusammenpassen. Hintergrund ist der Fall des Apothekers Peter S., der jahrelang Krebsmedizin für mehrere Tausend Erkrankte in NRW gestreckt haben und bei den Kassen voll abgerechnet haben soll.

Als Konsequenz hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im August neue Transparenz-Regeln erlassen. Seitdem müssen bei unangemeldeten Inspektionen das Personal und die Herstellung von Infusionsarzneimitteln kontrolliert werden.

Die Sozialdemokraten verlangen zudem, dass Rückläufer im Labor der Bundesapothekerkammer untersucht werden. Bisher gehen ungenutzte individuell hergestellte Medikamente an die Apotheke zurück, die sie hergestellt hat. Für die vom Bottroper Fall betroffenen Patienten sollte eine psycho-onkologische und psycho-soziale Beratungsstelle eingerichtet werden, fordert die Fraktion.

Der Bottroper Apotheker Peter S. muss sich seit November 2017 am Landgericht Essen verantworten. Allein den gesetzlichen Krankenkassen soll ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein.

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