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Schulen müssen ab August Unterrichtsausfall erfassen

Jede öffentliche Schule in Nordrhein-Westfalen muss ab August ihren Unterrichtsausfall digital erfassen. Dazu werde den Einrichtungen rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres eine spezielle Software zur Verfügung gestellt, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag mit. Melden müssen die Schulen nicht nur den ersatzlosen Ausfall von Stunden, sondern auch Vertretungsstunden in der jeweiligen Klasse oder mit anderen Klassen zusammen, Exkursionen, Projekttage und eigenverantwortliches Arbeiten. Auch der tatsächlich erteilte Unterricht nach Stundenplan werde erfasst.

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Düsseldorf

, 03.07.2018
Schulen müssen ab August Unterrichtsausfall erfassen

Auf einer Tafel steht in einer Grundschule, „1./2. Stunde fällt aus!!!“. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Außerdem sollen alle Schulen einmal im Jahr zwei Wochen detailliert die Ausfallgründe und Maßnahmen erfassen. Erste Daten zum Schulausfall will das Ministerium bereits im Laufe des Schuljahres digital zur Verfügung stellen. Ein umfassender Jahresbericht könne aber erst nach Ablauf des Schuljahres erstellt werden. Von 2019/20 an will das Ministerium die Ergebnisse alle drei Monate auf seiner Website veröffentlichen.

Es gehe bei der Statistik nicht darum, ein landesweites Schulranking zu erstellen, betonte Gebauer. Vielmehr solle Unterrichtsausfall künftig auf Grundlage verlässlicher Daten gezielt bekämpft werden.

Bisher hatte es nur stichprobenartige Erhebungen in größeren Abständen gegeben. Demnach war der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2014/15 mit nur 1,7 Prozent beziffert worden. Viele hatten das bezweifelt.