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Brücke an Römerstraße bleibt bis Ende 2009 gesperrt

SCHWERTE Eigentlich sollte die Eisenbahn-Unterführung an der Römerstraße längst fertig sein – eigentlich. Denn ein Ende der Bauarbeiten ist in weite Ferne gerückt. Und viele Anwohner fangen an sich zu beschweren.

von Von Anne Peterson

, 16.06.2008
Brücke an Römerstraße bleibt bis Ende 2009 gesperrt

Kein Durchkommen an der Römerstraße.

Wieder einmal hat die Deutsche Bahn ihren Zeitplan verschoben – dieses Mal um rund ein Jahr auf Ende 2009. „Erst dann können wir mit der endgültigen Fertigstellung rechnen“, sagt Bahn-Pressesprecher Jürgen Kugelmann. Fast ein Jahr hätten die Arbeiten still gelegen. Im August werde nun der Trog für die neue Brücke eingeschoben. „Doch damit sind die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen.“

Und so bleibt die Römerstraße weiterhin gesperrt. Seit April 2007 laufen hier die Bauarbeiten, und seitdem steigt der Ärger der Anwohner. „Wir müssen jeden Tag Umwege fahren – das macht sich deutlich im Portemonnaie bemerkbar“, sagt Dr. Ulrich Krumme. Krumme ist Anwohner der Römerstraße und stellvertretender Vorsitzender des ADAC Westfalen, und er hat die Verluste in eine einfache Rechnung gepackt: Zweieinhalb Kilometer Umweg müsse man für jede Fahrt über die Schwerterheide oder Geisecke einrechnen, also rund fünf Kilometer für Hin- und Rückweg.

Bei 20 Fahrten im Monat zwölf Euro mehr Sprit

„Bei 20 Fahrten im Monat und einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von acht Litern macht mindestens das zwölf Euro, die man pro Monat zusätzlich aufwenden muss“, rechnet Krumme vor. Ein weiterer Nachteil aus seiner Sicht: Auch den neuen Tunnel an der B 236, der im Juli eröffnet werden soll, könnten die Anwohner der Römerstraße nur über Umwege erreichen. „Von der Ersparnis durch diesen Tunnel haben wir also nichts“, so Krumme.

Längst hat der Schwerter jegliches Verständnis für die andauernde Sperrung verloren. Auch von seinen Nachbarn habe er immer wieder Beschwerden über die mangelnde Planung der Deutschen Bahn gehört. „Man kann sich doch nicht so verschätzen“, so Krumme.

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