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Ganz großes Rockkino im Haus Villigst

VILLIGST Nicht zehn, sondern fast 40 Jahre nach ihrem Auftritt in Woodstock zeigten „Ten Years After“ das sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.

von Von Melanie Tigges

, 02.06.2008
Ganz großes Rockkino im Haus Villigst

Noch immer genau so fit wie früher: Leo Lyons und die anderen, ursprünglichen „Ten Years After“-Mitglieder.

Im Rahmen des Villigster Kulturfrühlings begeisterte das Quartett mit einzigartiger, gitarrenbetonter Musik rund 500 Fans. Bekannt geworden war die Band durch das legendäre Woodstock-Festival 1969, bei dem der damalige Frontmann und Mitgründer, Alvin Lee, ein atemberaubendes Gitarrensolo hinlegte. Beeindruckt hatte er damals auch Schwertes Musiker Caddy Weber. „Alvin Lee war quasi mein Lehrer. Durch ihn habe ich das Gitarre spielen gelernt“. Immer wieder hatte er seine LPs rauf und runter gehört und solange zurückgespult, bis es auf dem eigenen Instrument klappte.Gooch trat in Lees Fußstapfen Seit 1975 ist Lee allerdings kein Bandmitglied mehr. In seine Fußstapfen trat im Jahre 2003 Joe Gooch (31), ebenfalls ein begnadeter Gitarrist. Jedoch glaubte bis dato niemand, dass Gooch als Nach-folger an die Leistungen der Legende herankommt. Die Schwerter Fans wurden nun eines Besseren belehrt. „Das ist ganz großes Rockkino“, schwärmte Frank Siewert, selbst Musiker und ein Mann vom Fach. „Die spielen absolute Oberliga“, versicherte er. Er vermisste Alvin Lee jedenfalls nicht. Und es gab sogar Stimmen die behaupteten, dass Joe Gooch fast besser sei als das „Original“. Gefühl und Leidenschaft Sicher war dagegen, dass man kein Musikexperte sein musste, um das Gefühl und die Leidenschaft zu erkennen, die der Frontmann in sein Gitarrenspiel und den Gesang legte. Aber auch die „Oldies“, die ursprünglichen „Ten Years After“-Mitglieder (zu erkennen an den grau-weißen Haaren) beeindruck-ten mit Musikalität und Energie – und das mit über 60 Jahren! Dazu gehörte auch Bassist Leo Lyons, ein humpelnder, in die Jahre gekommender Mann, der den Bass mit jugendlicher Euphorie „miss-brauchte“. Da wurden nicht nur alle Tonarten durchgespielt, sondern auch halbe Töne, die am Bass schon eine Schwierigkeit darstellen.Bis zur letzten Sekunde ausgiebig gefeiert Nach zwei Stunden Bühnenpräsenz durfte am Ende der einstige Woodstock-Hit „I'm going home“ nicht fehlen. Für die Fans war dies jedoch keine Aufforderung, um nach Hause zu gehen – im Gegenteil. Bis zur letzten Sekunde wurde ausgelassen gefeiert, gejubelt und Zugabe gerufen.

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