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Inspirationen im Neuland

SCHWERTE An Ideen mangelt es nicht: Seit dem 1. Oktober gehört Uta Müntefering als künstlerische Leiterin zum Team der Rohrmeisterei, und hat schon einiges geplant. Redakteurin Nicole Jankowski sprach mit der 31-Jährigen.

02.10.2007

Mit Ihrer Stelle betreten Sie Neuland. Hat Sie das besonders gereizt?Müntefering: Ja natürlich. Die Vielfältigkeit, die verschiedenen Aufgaben, das fand ich spannend. Ich habe hier nicht nur die Möglichkeit zu inszenieren, sondern kann auch übergreifend arbeiten. Meine Stelle hat sich in ihrer jetzigen Form erst im Gespräch mit Tobias Bäcker ergeben. Sie ist sozusagen auf mich zugeschnitten.Als künstlerische Leiterin werden Sie ein sehr umfangreiches Aufgabenfeld betreuen. Wo fängt man da an?Müntefering: Mit Gesprächen. Am Montag habe ich mit Herbert Hermes vom Kulturbüro gesprochen, mit dem ich eng zusammenarbeiten werde. Lars Blömers Hundemund schaue ich mir auch an. In den kommenden Tagen lerne ich die Mitarbeiter der übrigen Sparten kennen.Was wird sich für die Künstler verändern?Müntefering: Wir hoffen, dass die Betreuung der Künstler durch die Einführung der neuen Position noch besser wird. Ich bin ein Ansprechpartner für alle Künstler, egal ob wir sie selbst buchen oder es Fremdveranstaltungen sind. Stimmt die Technik nicht, fehlen Handtücher – ich helfe aus.Mit eigenen Produktionen will sich die Rohrmeisterei von anderen abgrenzen. Ist das möglich – und nötig?Müntefering: Eine Abgrenzung versuchen doch alle. Sie klappt natürlich immer nur bedingt. Aber wir haben ja mit Lars Blömers Theater am Fluss (TaF) bereits einen eigenständigen Schwerpunkt. Und eine Oper in Schwerte, wie ich sie inszenieren möchte, ist auch ein Statement.Wie laufen die Vorbereitungen für diese Kammeroper?Müntefering: Ich habe schon ein Stück ins Auge gefasst: Orpheus und Eurydike von Christoph WillibaldGluck in der Pariser Fassung, also mit Tenor. Es sind aber auch andere Werke denkbar. Nicht geklärt ist, welches Orchester und welcher Chor die Aufführung gestalten werden. Aber irgendwann 2008 sollte es so weit sein.Welche weiteren Projekte sind in Planung?Müntefering: Ich habe viele Ideen. Zum Beispiel würde ich gerne ein Stück von Goldoni inszenieren: Das Kaffeehaus. Allerdings sind die Schwerter Laiendarsteller gerade sehr durch das TaF in Anspruch genommen, also werde ich wohl erst mal in andere Bereiche gehen.Berlin und sein Kulturleben sind nun weit weg. Wo holen Sie sich Ihre Inspirationen?Müntefering: In erster Linie kann und muss man aus sich selber schöpfen. Inspiration findet man überall in Gesprächen, Filmen, Büchern. Und wenn Schwerter Bürger künstlerische Ideen haben, können sie damit gerne zu mir kommen.

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