Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kein Vergleich mit dem Ex-Bäderchef

Politiker tendieren zum Risiko

19.05.2007

Schwerte Der Vergleich mit Ex-Bäderchef Joachim Crefeld wird zu teuer für die Stadt. Das war dem Vernehmen nach die Meinung vieler Mitglieder des Finanzausschusses im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Deshalb wollen die Fraktionen nun prüfen, ob der Rat am 23. Mai das Angebot des Gerichts ablehnt. Der Bäderbeirat soll bereits gegen den Vergleich votiert haben. 170 000 Euro solle die Stadt ihrem gefeuerten Chef der Bäder GmbH an Gehalt nachzahlen, hatte das Hagener Landgerichts am 20. März angeregt. Nach Ansicht der Richter waren die beiden fristlosen Kündigungen gegen den Geschäftsführer der Bäder-GmbH unwirksam. Die Kernfrage der Ratspolitiker lautet: «Was passiert im ungünstigsten Fall?» Der sei höchst unwahrscheinlich, dafür aber richtig teuer, erfuhren sie vom Rechtsanwalt. Denn wenn auch die fristgemäße Kündigung nicht wirksam sei, müsse man den Mann bis zum Ende seines Vertrages bezahlen und danach in städtische Dienste aufnehmen. Diese Klausel stand im Anstellungsvertrag von 1996. Wahrscheinlicher ist aber, dass zumindest die fristgemäße Kündigung anerkannt wird. Dann müsste die Stadt statt der 170 000 Euro Vergleich, 200 000 Euro an den Ex-Geschäftsführer zahlen. Im günstigsten Fall könne man hingegen mit knapp 60 000 Euro Gehaltsnachforderung davon kommen. Dann nämlich, wenn die Kündigung aus Oktober 2005 gelte. Damals hatte man den Geschäftsführer entlassen, weil er angeblich Geldwertkarten eingetauscht und so Badeinnahmen in die eigene Tasche gewirtschaftet habe. Außerdem warf man ihm noch andere Unregelmäßigkeiten vor. Ein Strafverfahren in dieser Hinsicht läuft. «Das Ermittlungsverfahren gegen den Badmanager ist noch nicht abgeschlossen», bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen gestern auf Anfrage. Allerdings seien Teilvorwürfe auch schon eingestellt worden. hm

Schön, dass Sie sich für diesen Artikel interessieren.
Er ist Teil von HZ+, dem neuen exklusiven Angebot der Halterner Zeitung.

Registrieren Sie sich einfach kostenlos und unverbindlich,
schon können Sie weiterlesen.
Mit Google
Mit Amazon
Oder registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail:

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren AGBs und unserer Datenschutzerklärung einverstanden