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Klirren in den Ohren

Bei Glasentsorgung sind nicht alle gleich / Pfandflaschen werden einfach weggeworfen

22.05.2007

«Die Nachbarn dort haben sich schon mehrfach vor Ort beschwert und auch bei mir. Ständig dieses Scheppern und Klirren von Glas, das in den Container geworfen wird», schildert Oberschichtmeister Ernst Kunert das Anliegen der Anwohner. Auf dem Kaufland-Parkplatz Am Dohrbaum stehen öffentliche Glascontainer. Zu befüllen sind diese nur werktags von 8 bis 13 und 15 bis 19 Uhr. «Das regelt die Abfallsatzung», bestätigt Stadtsprecher Carsten Morgenthal. Doch woher kommt der Lärm über Mittag und am Wochenende? «Für Gewerbetreibende gelten andere Zeiten, nämlich von 6 bis 22 Uhr», so Morgenthal weiter. Im Klartext: Auf ein und demselben Parkplatz dürfen Privatleute nur zu vorgegebenen Stunden ihren Glasmüll entsorgen. Der Getränkemarkt von Kaufland hingegen darf dies mit Ausnahme der Nachtstunden durchgehend. Und tut das auch. Weil die Lieferanten nicht genügend Rahmen für die zurück gebrachten Flaschen bereitstellen, sammelt sich dort das Leergut. Irgendwann muss das Pfandglas dann entsorgt werden. Dazu stehen zwei große Container direkt vor der Tür des Marktes. Einer ist für Weißglas, einer für Braun- und Grünglas. Mehrweg wie Einweg zu entsorgen, darum macht der Großmarkt kein großes Aufhebens: «Wir führen das Glas doch der Wiederverwertung zu», erklärt Andrea Kübler von der Kaufland-Zentrale in Neckarsulm auf Anfrage. Ihr Problem: «Die Brauereien und Lieferanten nehmen keine einzelnen Flaschen zurück. Es gibt aber auch nicht genügend Kisten.» Also landen die Flaschen im Müll. Für den Verbraucher sei diese Regelung nicht ärgerlich. Der bekomme ja sein Pfandgeld zurück, heißt es bei Kaufland. «Die Flaschen werden wieder verwertet, nur nicht wieder befüllt», sagt Kübler. Für das verlorene Pfandgeld, bei regulären Bierflaschen in der Regel immerhin acht Cent, gebe es Verträge zwischen Lieferanten und Märkten. Wie die allerdings aussehen, wollte Kübler nicht verraten. Jürgen Koers Bei der Stadt ist inzwischen eine Anwohnerbeschwerde wegen der vermeintlichen Ruhestörung eingegangen. Das Staatlichen Umweltamt in Lippstadt soll prüfen, ob gegen den Lärmemissionsschutz verstoßen wird.

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