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Löchriges Dach im Gotteshaus

ERGSTE Jeder Regentropfen, der durchs Dach von St. Monika sickert, spült den Traum von einer neuen Orgel bei den Ergster Katholiken in weitere Ferne. Statt Mittel für das lang ersehnte Instrument sammeln zu können, muss ihr Kirchbauwerk die Reparatur der Bleiverkleidung stemmen.

von Von Reinhard Schmitz

, 19.06.2008
Löchriges Dach im Gotteshaus

Solange, das Dach nicht repariert wurde, ist der traum von einer neuen Orgel noch in weiter Ferne.

Erste Schätzungen beziffern den Aufwand auf weitaus mehr als 100 000 Euro. Auch wenn das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn einen Zuschuss von 70 Prozent signalisiert hat, muss vor Ort noch eine große Summe aufgebracht werden. Nur 19 Jahre nach der Einweihung des modernen Gotteshauses das Dach an manchen Stellen das Wasser beinahe durchfließen wie ein Schweizer Käse. Immer größer wird der dunkle Feuchtigkeitsfleck an der Wand links vom Altarraum.

Risse, Löcher und Alterungsspuren

 „Er ist seit drei Jahren sichtbar“, weiß Kirchenvorstandsmitglied Gunther Kramer. Zuerst an den Stellen, wo die Metallanker ins Mauerwerk greifen. Hatte die Gemeinde zunächst noch gehofft, dass sich die Schadensursache als Kleinigkeit herausstellen könnte, so brachte eine genaue Untersuchung durch den erfahrenen Architekten Jochen Kirchner das ganze Ausmaß ans Licht. Die Bleiabdeckung von Dach- und Wandpartien weist nicht nur deutliche Alterungsspuren auf, sondern auch offenbar verarbeitungsbedingte Risse und Löcher.

Sanierung in diesem Jahr

„Bleidächer sind damals in Deutschland nicht an der Tagesordnung gewesen“, verdeutlicht Kirchner. Heute könne man bei der Bleiberatung aus anderen Erfahrungen schöpfen. Damit das Nebeneinander von angewitterten und fabrikneuen Bleipartien das Dach später nicht wie einen Flickenteppich erscheinen lassen, sollen Platten aus nicht einsichtbaren Bereichen bei der Reparatur wiederverwendet werden. Die beste Verarbeitungsmethode des Materials erörterten Kirchner bei Vorplanung vor Ort mit dem Architekten des Erzbischöflichen Generalvikariats, Bruno Markwort. Paderborn hat den Baubedarf inzwischen anerkannt, so dass möglichst noch in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen werden soll.

Hoffen auf Spenden aus der Gemeinde

Um die Eigenmittel zusammenzubringen, hofft Ulrich Passavanti vom Vorstand des Kirchbauförderwerks auf die Spendenbereitschaft der Gemeinde. Auf den Wunsch, das kleine Orgelpositiv durch ein „richtiges“ Instrument zu ersetzen, muss sie zunächst verzichten. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da angesichts von Kirchenschließungen viele preiswerte Orgeln auf dem Markt sind.

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