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Mit Hammer und Meißel zum Gesellen

SCHWERTE Die Luft war staubig, das Hämmern laut. Steinbrocken flogen durch die Werkstatt der Firma Steffen in der Friedhofstraße. Eile und Präzision waren geboten: Für ihre Arbeitsprobe hatten die fünf Prüflinge nur acht Stunden Zeit.

von von Larissa Nähle

, 25.06.2008
Mit Hammer und Meißel zum Gesellen

Die Brille schützt die Lehrlinge bei ihrer Arbeit vor herumfliegenden Steinbrocken.

Die Lehrlinge fertigten dort mit großem Fleiß eine Arbeitsprobe aus Sandstein an, um die praktische Prüfung zum Steinmetzgesellen zu bestehen. In acht Stunden mussten die Prüflinge den Sandstein gestalten und mit der Gravur „2008“ versehen. Durch ihre Schutzbrillen blickten die fünf jungen Männer sehr konzentriert auf die Steine. Lehrling Tobias Meiser zeigte sich nach seiner dreijährigen Ausbildung zuversichtlich: „Ich denke schon, dass ich die Prüfung meistern werde“. Ist er bei der Prüfung erfolgreich, hat er die Chance in seiner Firma eingestellt zu werden.

Im Nebenraum gab es fünf weitere beeindruckende Steinarbeiten zu bewundern. Meister Christoph Ihrig, der im Prüfungsauschuss sitzt, erklärt, dass die Lehrlinge für diese Gesellenstücke 54 Stunden Zeit hatten. Sein erster Eindruck der Arbeiten ist „ganz gut“. Für eine bestandene Prüfung muss der Prüfungsauschuss sowohl mit der Probearbeit als auch mit dem Gesellenstück zufrieden sein. Der 21-jährige Benjamin Ludwig sah seine Prüfung etwas skeptischer: „Mein Gesellenstück gefällt mir nicht so sehr“. Nach der Ausbildung als Steinmetzgesellen möchte er eine zweite Lehre zum Gärtner beginnen. Fällt ein Lehrling bei der Prüfung durch, muss er seine Ausbildung um ein halbes Jahr verlängern.

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