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Nachschreib-Klausuren: Schwere Entscheidung für Schüler

SCHWERTE Stress, Ärger, Frust und Chaos – unter diesen Vorrausetzungen sollte man keine Entscheidungen fällen, die das gesamte Leben beeinflussen können. Doch genau dazu werden in diesen Tagen die Abiturienten auch in Schwerte gezwungen: Die Mathe-Klausuren sollen auf Wunsch nachgeholt werden können.

von von Holger Bergmann

, 10.06.2008

Auch im zweiten Jahr hatte das Zentralabitur in unserem Bundesland mit fehlerhaften Aufgabenstellungen für Ärger gesorgt. Vor allem das Fach Mathematik war von dem Problem getroffen. Am Montag gab das Bildungsministerium bekannt, dass Abiturienten, die sich von den Mathematik-Aufgaben benachteiligt fühlten, ihre Prüfung wiederholen können.Der Zeitpunkt ist sehr ungünstig Es ist vor allem der Zeitpunkt, der die Schulen wie ein Hammer trifft. In dieser Woche finden die Abweichungsprüfungen und die Zeugniskonferenzen statt. Die Meldung des Ministeriums kam am Montag. „Wir haben dann sofort angefangen, die Schüler zu benachrichtigen“, hieß es gestern im Sekretariat des Friedrich-Bährens-Gymnasiums. Diese Benachrichtigung und die ersten Beratungsgespräche leisteten die Mitarbeiter der Schwerter Oberstufen „nebenher“. „Jetzt stehen die Schüler vor einer schweren Entscheidung unter Zeitdruck“, schildert Ulrich Bergkemper, Oberstufenleiter am Ruhrtalgymnasium, die Situation. Teilweise nur Stunden, bevor sie vor die Prüfungskommission treten, müssen die Schüler entscheiden, ob sie lieber die Chance nutzen, die Klausur zu wiederholen. Diese Entscheidung wird bis zum Freitag fällig, die Klausur wäre dann am Dienstag und die Korrekturen müssen bis Donnerstag fertig sein.Schwierige Fragen für die Schüler Die Schüler müssen sich fragen: „Lag es wirklich an Fehlern in der Aufgabenstellung, dass ich die erste Klausur verbockt habe?“ Und: „Kann ich innerhalb einer Woche so fit werden, dass ich mich verbessern kann?“ Zum Glück, so Ulrich Bergkemper, seien in Schwerte nur wenige Schüler negativ von dem chaotischen Zentral-Abitur betroffen. „Obwohl die Klausur so in der Diskussion stand, haben einige unserer Schüler sich sogar so stark verbessert, dass auch sie in die Abweichungsprüfung müssen.“ 

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