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SEG baut Schulden ab

SCHWERTE Der gebeutelte Haushalt der Stadt Schwerte erhält unverhoffte Entlastung. Der Überschuss aus 2007 erlaubt es der SEG, Schulden zu tilgen und sogar über Rücklagen nachzudenken.

von von Holger Bergmann

, 24.06.2008

Die Stadtentwässerung Schwerte GmbH (SEG), mit 55 Millionen Euro der größte Einzel-Schuldner der Stadt, hat im Jahr 2007 einen Überschuss erwirtschaftet. Der Verwaltungsrat beschloss auf seiner Sitzung am Montag, dieses Geld in die Darlehenstilgung zu stecken und Rückstellungen zu bilden. Beziffern konnten Jochen Schulte, Vorstand der Abwasserbetriebe, den Schuldenabbau am Dienstag noch nicht. Aber: „Mit diesem Ergebnis werden wird gestärkt in die nächsten Jahre gehen“, prognostizierte Jochen Schulte zufrieden.Rückerstattung aus kommunaler Wasserabgabe Der Überschuss 2007 beruht vor allem auf einer Rückerstattung aus der kommunalen Wasserabgabe. Jochen Schulte verspricht, dass dieser Überschuss in den kommenden Jahren an die Gebührenzahler weitergegeben werden soll. Ob es dadurch sogar zu Gebührensenkungen kommen wird, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn der Trend geht hin zu steigenden Gebühren. „Der Unterhalt der Abwasserkanäle hat über 90 Prozent Fixkosten, die nicht gesenkt werden können“, erklärt Schulte. „Dem gegenüber steht aber ein sinkender Wasserverbrauch.“ Eine abnehmende Zahl von Einwohnern in Schwerte und wassersparende Haushaltsgeräte sind maßgeblich für diese Entwicklung. „Der Wasserverbrauch sinkt in Schwerte pro Jahr etwa um zwei Prozent“, schildert Jochen Schulte die Entwicklung. Insgesamt verbrauchten die Schwerter 2,5 Millionen Liter Wasser für 12,5 bis 13 Millionen Euro.Teure Sanierungsmaßnahmen sind erstmal nicht in Sicht Größere Investitionen werden in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht auf die Abwasserbetriebe zukommen. „Die größeren Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen“, berichtet Jochen Schulte. „Dadurch wurde der Schuldenberg angehäuft.“ Auf dem Programm des Abwasserbetriebs Schwerte steht in Zukunft vor allem Innensanierung. Das Zauberwort lautet dabei „Schlauch-Relining“. Dabei werden Schläuche aus einem Glasfaser-Harz-Gemisch in die bestehenden Rohre eingezogen, wo sie aushärten und das alte Rohr stabilisieren.

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