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Tag der offenen Gärten

SCHWERTE Ein lauwarmer Fahrtwind bläst den Schwertern ins Gesicht. Die Arme auf den Lenkern, die Füße trampeln im Takt der leise surrenden Speichen. Es ist Sonntag Mittag und just vor ein paar Minuten machten sich acht neugierige Schwerter auf den Weg, um sich im Rahmen der Aktion "Garten Eden" den ersten Garten zu besuchen.

von Von Sabrina Staks

, 01.06.2008

Die Idee für die Aktion „Garten Eden“ kommt ursprünglich aus England. Dort öffnen die Bürger einer jeden Gemeinde das ganze Jahr über ihre Gärten, um bei einem Tee und einem Stück Kuchen, eine Spende für ihr Hospiz einzusammeln. Diese Idee griff das Schwerter Hospiz auf und begann vor acht Jahren mit der Öffnung von drei Schwerter Gärten.

Gut gelaunt ist die kleine Gruppe, die vom Bahnhof aus durch Holzen an der Akademie vorbeifährt. Es geht den langen Berg hoch zur Orchideenzucht und dann weiter zum Alten Dortmunder Weg. Die munteren Acht gucken beim Hospiz vorbei und kehren zurück zum Heideweg. Sie biegen in den Kornweg ein und halten bei der Hausnummer 21, dem Garten von Familie Krüger-Peter.

Ein Garten mit vielen Rückzugsorten

Ganz romantisch und verspielt wirkt dieser Garten in dem es viele kleine Rückzugsorte gibt. Meist umrankt von seltenen, blühenden Rosensorten laden kleine Tische und Stühlen zum Verweilen ein. Der Gehweg durch den 700 Quadratmeter großen Garten ist mit Kreidebildern geschmückt. Auch ein Trampolin und ein Fußballtor verraten, dass an dieser Rosenoase nicht nur Erwachsene ihre Freude haben.

Nach einer Stärkung mit einem großen Glas Wasser oder Schorle macht sich die fahrradbegeisterte Mannschaft auf zum nächsten Garten. Von der Schwerter Heide geht es über den Osthellweg die Hörderstraße herunter. Hier werden die Radfahrer bereits von Verena und Hans-Joachim Stüwe erwartet.

80 Rosensorten auf 1300 Quadratmetern

80 Rosensorten werden dem Besucher in dem 1300 Quadratmeter großen Garten geboten. „Sie können hier von einer Kletter- bis hin zur Zwergrose alles finden“, berichtet Hans-Joachim Stüwe und blickt zu seinem liebevoll gestalteten Bauerngarten. „Hier gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken“, beschreibt er Schatten spendende, alte Bäume, eine Kräuterspirale und einen Pavillon und gibt jedem Gast zum Abschied eine selbst gestaltete Postkarte mit auf den Weg.

„Los geht´s, zum nächsten Garten“ rufen Kirsten und Harald Herzog, die die Fahrradtour leiten. Die Acht treten gemütlich in die Pedalen. Als nächstes wird die Kötterbachstraße 26 angefahren. Theo Spanke steht in seinem historischen Garten, der vor der Kulisse der alten Fachwerkhäuser und dem schiefen Kirchturm besonders urig wirkt.

„Am liebsten sitze ich unter der Esche. Dort kann man die Abendsonne ganz herrlich genießen“, schwärmt er über seinen Lieblingsplatz. Wie in allen anderen Gärten, die an diesem Tag geöffnet sind, wird auch bei Spankes zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Spenden für Speis und Trank kommen dem Schwerter Hospiz zugute

 „Ich freue mich, dass wir mit dieser Aktion einen kleinen Beitrag leisten können“, sagt Theo Spanke und erklärt schon dem nächsten Gast seine grüne Erholungsoase.  K sab

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