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Weg zur Nutzung der Güterhalle am Bahnhof ist kompliziert

Wird Güterhalle in Schwerte zum „Gleis 7“?

Die CDU hält fest an Plänen, das alte Bahnhofsgebäude umzubauen zu einer Anlaufstelle für Jugendliche und die Stadtparkszene. Beim Termin vor Ort zeigte sich aber: Bis es soweit kommen könnte, wird es noch lange dauern.

Schwerte

, 24.04.2018
Weg zur Nutzung der Güterhalle am Bahnhof ist kompliziert

Christoph Falke (l.) und Marco Kordt (r.) im Gespräch vor der Halle, die legal von Graffiti-Sprayern besprüht werden durfte. © Heiko Mühlbauer

Eine Art freies Jugendzentrum, ein Ort für die Stadtparkszene und ein Platz für Kultur – die einstige Fruchtbörse an der Margot-Röttger-Rath-Straße ist aus der Sicht mancher Kommunalpolitiker eine eierlegende Wollmilchsau. Doch der Weg, das Gebäude tatsächlich zu nutzen, ist noch weit. Das musste auch die CDU-Mitte feststellen, die sich am Freitagabend vor Ort mit den Machern von Studio 7 getroffen hatten. Der Theaterverein gehört neben dem VSI, der Ruhrakademie und der Stadt zu den Partnern, die das alte Bahngebäude unter dem Arbeitstitel Gleis 7 mit Leben füllen wollen.

Vorerst können aber weder Politiker noch Kulturschaffende ins Gebäude. Die Stadt hat die Halle, die sie selbst zuletzt nur noch zur Lagerung von Streusalz nutzte, an die Bahn vermietet. Die nutzt sie als Lagerhalle für ihrer Baustelle am Bahnhof. „Damit waren unsere Pläne für dieses Jahr erst mal erledigt“, berichtet Christoph Falke vom Studio 7. Bis 2019 will die Bahn das Gebäude noch nutzen.

Andererseits kann die Kommune so Einnahmen generieren, denn Geld wird dringend gebraucht, um den Bau auch nur halbwegs wieder herzurichten. Im Mittelpunkt steht die Dachfläche, die schon lange nicht mehr dicht ist. Auch die Laderampe vor dem Gebäude ist arg beschädigt.

Anlaufstelle für Stadtparkszene

CDU-Fraktionschef Marco Kordt warb dafür, die Pläne nach dem Wahlkampf nicht aus den Augen zu verlieren. „Wir machen so viel für ältere Mitbürger, hier können wir mal etwas für Jugendliche tun“, betonte er. Doch zunächst müsse man überhaupt einmal prüfen, was gemacht werden muss, um die Halle zu nutzen.

Die besteht neben der reinen Halle aus einem Sozialtrakt. Dort könne man eine Anlaufstelle für die Stadtparkszene schaffen, so die Pläne des VSI und der Stadtverwaltung. Das Gebäude hatte die Stadt im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes im Paket mit anderen Immobilien von der Bahn gekauft. Zumindest Leerrohre für Versorgungsleitungen sind bereits eingezogen.

Der Güterschuppen, der noch aus der Kaiserzeit stammt, gehört nach Angaben von Stadtplaner Adrian Mork zu den ältesten Gebäuden des Bahnhofsumfelds. Er war ursprünglich erheblich größer, wurde aber im Zweiten Weltkrieg teilweise zerbombt. Als die Bahn die Halle nicht mehr zum Umladen von Stückgut brauchte, wurde sie in den 1970er-Jahren zum Ladenlokal der Fruchtbörse Limberg. Nachdem die 1989 zur Hagener Straße weiter zog, begann der Dornröschenschlaf. Jetzt baut die Bahn für Materiallieferungen sogar das Ladegleis zur Rampe wieder auf.

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