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Feuerwehr, Tierarzt und KFZ-Meister mussten Hund befreien

Yorkshire-Terrier war mit dem Schwanz eingeklemmt

Extreme Schmerzen muss ein kleiner Yorkshire-Terrier in Schwerte-Wandhofen verspürt haben. Unglücklich steckte er unter dem Beifahrersitz eines Autos fest. Ein Fall für Feuerwehr, KFZ-Meister und Tierarzt.

Wandhofen

, 29.05.2018
Feuerwehr, Tierarzt und KFZ-Meister mussten Hund befreien

Ein Yorkshire-Terrier (hier ein Symbolbild) klemmte unter einem Sitz im Auto fest. © picture alliance / dpa

Das kleine Fellknäuel jaulte und wimmerte herzzerreißend. Es konnte weder vor noch zurück, um sich aus der schmerzhaften Lage zu befreien. Mit seiner Rute steckte der Hund unter dem Beifahrersitz eines Nissan-Infinity fest. Das empfindliche Körperteil war versehentlich eingeklemmt worden – offenbar, als die Beifahrerin ganz nach vorne gerutscht war, während das Tier zu ihren Füßen hockte. Den Sessel wieder einfach in die hintere Position zurückzufahren, war unmöglich. Denn der Schwanz blockierte anschließend die Schiebe-Konstruktion, die sich bei diesem Spitzenmodell nur elektrisch bewegen lässt.

Mit der Meldung „Technische Hilfeleistung Tierrettung“ begann am Freitag um 12.58 Uhr ein dramatischer Einsatz für die Schwerter Feuerwehr. An der Autobahn-Raststätte in Lichtendorf fanden sie den unglücklichen Hund in einem Auto mit Kölner Kennzeichen. Er hätte höchstens mit Gewalt befreit werden können.

Feuerwehr rief im Nissan-Autohaus an


Doch das schied angesichts des teuren Wagens – KFZ-Meister Dominik Ihme schätzt das Modell auf rund 80.000 Euro – aus. Aber die Feuerwehrleute wussten trotzdem Rat. Sie griffen zu ihrem Handy und wählten die Nummer der Experten vom Nissan-Autohaus Hochstuhl an der Hagener Straße.

„Ich war gerade in der Werkstatt, als ein Kollege vom Service mich nach vorne rief“, berichtet Dominik Ihme: „Er sagte, die Feuerwehr wäre am Telefon.“ Der Techniker war überrascht. Doch als er von der misslichen Lage des Hundes hörte, zögerte er keinen Moment, um seine Hilfe anzubieten. Zumindest sein Bestes zu versuchen, versprach er.

Fell der Rute musste abrasiert werden


Von der Feuerwehr eskortiert, bog der Infinity kurz darauf auf den Hof der Autowerkstatt an der Hagener Straße ein. „Es war ein coupéartiges Fahrzeug“, erzählt Ihme, dem es gelang, sich hinter den Sitz zu zwängen. Von der Mittelkonsole aus konnte er vorsichtig das Sitzgestell von seiner Schiene lösen, das sich anschließend zur rechten Seite hin ausbauen ließ.

Befreit war der Hund damit jedoch leider immer noch nicht. Denn er steckte weiter unter der Führungsschiene fest, die sich nicht entfernen ließ. Aber immerhin konnte man jetzt erkennen, an welcher Stelle und wie genau der Schwanz eingeklemmt war. Nach kurzer Beratung mit der Feuerwehr wurde ein Schwerter Tierarzt zu Hilfe gerufen.

Der habe den Hund mit einem Medikament ruhig gestellt, berichtet Ihme. Anschließend habe der Veterinär das Fell rund um die Rute wegrasiert, um diese schließlich behutsam unter dem Sitzgestänge herausziehen zu können.

Auto musste nochmal in die Werkstatt


Für die Hundebesitzer ging es anschließend noch einmal zum Nissan-Autohaus zurück. Nicht nur zum Dankeschön sagen. Vor der Weiterfahrt baute ihnen Meister Ihme auch den Beifahrersitz wieder ein.

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