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„Auf zu neuen Häfen“: Borker Hauptschüler feiern Abschluss

Zeugnisvergabe

Nach sechs Jahren geht für die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule ein Kapitel zu Ende. Auf der Abschlussfeier stand aber nicht nur die Zukunft im Mittelpunkt.

von Anabelle Körbel

Bork

, 01.07.2018
„Auf zu neuen Häfen“: Borker Hauptschüler feiern Abschluss

Die Schülerinnen und Schülern der Klassen 10A und B der Hauptschule feierten ihren Abschluss und Abschied.

Die meisten Schüler der Erich-Kästner-Hauptschule (EKS) haben diesen Tag lange herbeigesehnt. „Andererseits ängstigen sich auch einige“, sagt Schulleiterin Gabriele Neumann am Freitag bei der Abschlussfeier der Klassen 10A und B.

Für die 35 Schüler heißt es jetzt Abschied nehmen – von der Schule, die für sie in den letzten sechs Jahren zu einem vertrauten Ort geworden ist und von den Klassenkameraden und Lehrern, die sie so lange begleitet haben. Doch nicht nur die Absolventen haben ihren letzten Tag.

Abschied für einige Lehrer

Die EKS wird in einem Jahr geschlossen, aus diesem Grund verlassen auch einige Lehrer die Schule. Für alle diese „Matrosen“, wie Neumann sie bezeichnet, heißt es jetzt: auf zu neuen Häfen. Wo dieser Hafen liegt, das ist von Schüler zu Schüler unterschiedlich. Sechs von ihnen haben mit ihrem Abschluss nun die Möglichkeit, die Oberstufe an einem Gymnasium zu besuchen. „Sie gehen aber wahrscheinlich auf das Berufskolleg“, erzählt Clemens Koch, der Klassenlehrer der 10B. Andere bereiten sich auf die mittlere Reife vor oder beginnen eine Ausbildung.

Über die Ausbildungssituation sagt Bürgermeister Mario Löhr, der zum Gratulieren gekommen ist: „Die Voraussetzungen waren noch nie so gut wie heute“. Auch die Betriebe in Selm würden Auszubildende suchen – „junge Leute wie sie.“ Doch all das erscheint an diesem Tag ganz weit weg.

Tosender Applaus

Die Absolventen sind stolz: „Stolz, dass wir so viel gelernt haben“, sagt Schulsprecherin Seher Atli in ihrer Rede. Statt in die Zukunft blicken die Schüler lieber gemeinsam mit ihren Lehrern in die Vergangenheit. „Ich denke, dass diese Bilder den einen oder anderen Elternteil interessieren könnten“, sagt die Schulleiterin, bevor die Präsentation mit den Bildern der Abschlussfahrt beginnt.

Die Momentaufnahmen von den Tagen an der Nordsee sorgen für heitere Stimmung, immer mal wieder bricht Gelächter aus. Im Hintergrund läuft ein Lied der Fantastischen Vier: „Wir, wir sind unzertrennbar, wir, wir sind unverkennbar“, singen sie. Am Ende gibt es tosenden Applaus.

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Auch bei der Zeugnisvergabe blickt man zurück. Jedes Mal, wenn jemand nach vorne geht, werden zwei Bilder an die Leinwand geworfen: Eines aus 2012, eines von heute. Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Trotzdem fühle es sich irgendwie so an, sagt Gabriele Neumann, als seien die Schülerinnen und Schüler über Nacht erwachsen geworden.