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«Göttliche Spiele» erleuchten Wandelhalle

Annette van Ryhsen zeigt Werke im Schloss

19.05.2007

Nordkirchen Tiefes Blau und kosmisches Grün seien die beiden Energien, durch die die Bilder ihre Spannung und Aussage erhalten. «Da, wo diese Energien zusammentreffen, explodieren meine Bilder», beschreibt Annette van Ryhsen ihre ganz besondere Art der Darstellung. Ihre Vernissage «Lila in my garden» eröffnete sie am Donnerstag in der Wandelhalle Pictorius des Schlosses Nordkirchen. Lila, im Hinduistischen auch «das göttliche Spiel» genannt, ist ihr Leitmotiv und stellt für sie das Bewusstsein dar, diese Welt zu sehen, wie sie ist. In all ihrer Schönheit und Intensität. Dazu gehört auch Bewegung, die sich in mehreren Bildern als stilisierte Windmühlen wiederfinden lässt. Sehr poetisch und spirituell deutet sie ihre Gemälde, auf denen sich immer irgendwo ein Herz befindet. «Das ist die Seele, die ich versuche, auch beim Betrachter anzusprechen», erklärte sie dazu. Denn sie möchte auch die Botschaft vermitteln, dass die Welt ein Geschenk sei, das wir bewahren müssen. Dabei will sie sich der Natur so nah wie möglich fühlen. Wenn sie ein Land bereist, so geschieht es fast ausschließlich per Pferd, Esel oder zu Fuß. «Meine Reisen sind wie kleine Expeditionen.» Aus der Erinnerung entstehen dann die Bilder in ihrem Atelier. So brachte sie auch viele Eindrücke von ihrer letzten Reise durch Südafrika mit. Bilder mit erdigen Tönen, aber auch leuchtendes Rot und Gelb gehören genauso dazu, wie dunkle, fast schwarze Werke, die die tiefe afrikanische Energie ausdrücken sollen. Annette van Ryhsens Werke entstehen, indem sie flach auf dem Boden liegen und sie in bis zu zwanzig Schichten Aquafarben aufträgt und mit den Handflächen darüber streicht. Die letzten Schichten bilden immer Ölfarben, die eine geheimnisvolle Mixtur enthalten. Und immer ist die Musik dabei. «Ohne kann ich nicht arbeiten.» So läuft auch während der Ausstellung ein Stück von Freunden komponiert, die, ganz unabhängig von ihrem Leitmotiv, dieses ebenfalls «Lila» nannten. Seit 30 Jahren ist die Künstlerin bereits in der französischen Kunstszene bekannt. Sie ist in Selm geboren und kam jetzt erstmals nach 14 Jahren wieder nach Deutschland. «Ich habe das Schloss Nordkirchen gewählt, weil mir hier das Licht am besten gefiel.» Aps

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