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Nicole Budde fühlt sich in ihrem Kiosk nicht mehr sicher

Einbrüche

Der Kiosk auf der Breiten Straße von Nicole Budde ist noch eine echte Ruhrgebiets-Trinkhalle. Ein paar Kisten Bier vor der Tür, fein säuberlich aufgereihte Zeitungen auf dem Tresen. Doch Nicole Budde hat trotz vieler Stammgäste die Freude an ihrem Geschäft verloren.

SELM

von Von Malte Woesmann

, 01.08.2012
Nicole Budde fühlt sich in ihrem Kiosk nicht mehr sicher

Nicole Budde in ihrem Kiosk am Krummen Kamp.

„Man fühlt sich schon etwas allein gelassen“, sagt sie und schaut hilflos drein. Hilflos, weil in den vergangenen Wochen gleich mehrmals in ihren Kiosk eingebrochen wurden. Immer hatten es die Täter auf Zigaretten abgesehen.

Beim ersten Mal hatten die Einbrecher den Rolladen am Verkaufstresen hochgeschoben und das Fenster aufgehebelt. 60 Stangen Zigaretten ließen sie mitgehen. Vor drei Wochen dann ein erneuter Einbruch, diesmal ging es durch die Tür. „Da haben wir große Schlösser vor, die haben sie einfach aufgesägt“, erklärt Nicole Budde.Die Zigaretten waren nach dem ersten Einbruch eigentlich versteckt im WC untergebracht. „Doch auch die Tür haben sie eingebrochen und 70 Stangen gestohlen“, erklärt die Besitzerin des Kiosks. Das Wechselgeld aus der Kaffeetasse auf dem kleinen Tisch im Vorraum ließen die Einbrecher unangetastet.

 Sicher fühlt sich Nicole Budde schon lange nicht mehr. Bei beiden Einbrüchen ging auch die Alarmanlage an, das hinderte die Diebe jedoch nicht an ihrem Einbruch. „Mein Mann war beim zweiten Mal auch kurz danach am Kiosk, da war aber keiner mehr da“, sagt Budde. Zeugen aus der Wohnung gegenüber hatten noch zwei junge Männer mit Kisten wegrennen sehen.Was Nicole Budde und ihren Mann so niedergeschlagen werden lässt, ist auch das Verhalten der Polizei. „Über 30 Minuten musste mein Mann auf den Streifenwagen warten“, sagt Nicole Budde. Von den Tätern fehlte  da natürlich jede Spur. Anzeige haben sie erstattet, Fingerabdrücke waren jedoch beide Male nicht zu finden.  

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