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Sieben mächtige Frauen und Männer

Kanzlerin Angela Merkel ist am längsten im Kreis der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Wirtschaftsmächte (G7). Italiens Regierungschef Giuseppe Conte stößt nur wenige Tage nach seiner Amtsübernahme ganz frisch dazu.

La Malbaie

08.06.2018
Sieben mächtige Frauen und Männer

Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist Gastgeber des G7-Gipfels. Foto: Sean Kilpatrick/The Canadian Press/AP

Das sind die Hauptakteure des G7-Gipfels an diesem Freitag und Samstag im ostkanadischen La Malbaie bei Québec:

Justin Trudeau

Der liberale Premierminister Kanadas, der mit seinem strahlenden Aussehen als Darling der weltpolitischen Bühne und neuer „Kennedy Nordamerikas“ gilt, ist Gastgeber des G7-Gipfels. Es ist ein schwieriger Balanceakt: Einerseits die Nachbarschaft mit den USA pflegen, andererseits US-Präsident Donald Trump bei Themen wie dem Klimaschutz zähmen, um den Gipfel zum Erfolg zu führen.

Angela Merkel

Mit bald 13 Jahren als Kanzlerin ist die 63-Jährige dienstälteste Regierungschefin im G7-Kreis. Lange galt Merkel als mächtigste Frau der Welt. Obwohl Wahlkampf und schwierige Regierungsbildung sie bis März fast ein Jahr lang außenpolitisch lähmten, ist ihre Krisenerfahrung international nach wie vor gefragt. Mit Trump liegt sie bei wichtigen Themen wie Freihandel oder Iran über Kreuz.

Donald Trump

Als unumstrittene Hauptfigur wird der US-Präsident den Gipfel wieder spannend machen. Die G7: Was ist dieses Format des alten Westens noch wert? Wie wenig Trump von der Weltordnung alter Prägung hält, macht er mit seinen Strafzöllen deutlich. Kurz vor seinem 72. Geburtstag steht Trump bei seinen Anhängern bombig da. So wird er sein bolleriges Auftreten à la „Amerika zuerst“ kaum ändern.

Emmanuel Macron

Frankreichs Staatspräsident scheut das offene Wort nicht und will auf dem Gipfel „freimütig“ mit Trump über die Differenzen im Handel, im Klimaschutz und über den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran sprechen. Wie Merkel ist der 40-jährige Politjungstar und Senkrechtstarter, der vor einem Jahr als Außenseiter die Wahl in Frankreich gewann, ein überzeugter Europäer.

Theresa May

Die britische Premierministerin Theresa May (61) sitzt auf wackeligem Posten. Mit einer Neuwahl vor einem Jahr wollte sie sich mehr Unterstützung für ihren Brexit-Kurs verschaffen. Doch May verzockte sich: Sie führt nun eine Minderheitsregierung an und ist für Revolten anfällig. Auch die traditionell eng mit den USA verbündeten Briten weigern sich, etwa bei Iran auf Trumps Kurs einzuschwenken.

Giuseppe Conte

Für Italiens neuen Regierungschef ist der G7-Gipfel ein Sprung ins eiskalte Wasser. Gerade mal wenige Tage im Amt und schon muss der Politik-Neuling beweisen, dass er Italiens Interessen auf der Weltbühne zu vertreten weiß. Der 53-jährige Jurist führt die Populisten-Regierung aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega an. Italien dürfte auf mehr Unterstützung in der Migrationskrise pochen.

Shinzo Abe

Neben Merkel ist Abe der am längsten amtierende Regierungschef in der G7-Gruppe. Wegen Skandalen um Günstlingswirtschaft steht er gerade unter Druck. Seine „Abenomics“ genannte Wirtschaftsagenda hat nicht alle Erwartungen erfüllt. Zwar erlebte Japan die seit Jahren längste Wachstumsphase, doch hat der Aufschwung vorläufig ein Ende gefunden. Zu Trump pflegt der Rechtskonservative ein gutes Verhältnis.

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