Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

So klappt der Hochschulwechsel

Hannover. Nach dem abgeschlossenen Bachelor oder mitten im Studium: Wollen Studierende die Hochschule wechseln, müssen sie sich genau über die Anforderungen an der Wunschuni informieren. Denn nicht in jeder Fachrichtung klappt ein Wechsel reibungslos.

So klappt der Hochschulwechsel

Werden meine Leistungen anerkannt oder nicht? Wollen Studierende die Uni wechseln, müssen sie sich vor allem um eine Antwort auf diese Frage kümmern. Foto: Jens Kalaene

Das Studium ist zu allgemein, zu speziell, man hat Prüfungen versemmelt oder möchte in die Traumstadt ziehen: Die Gründe für einen Studienortswechsel können ganz unterschiedlich sein.

Generell ist ein Hochschulwechsel seit Einführung des Bachelor-Master-Systems gut möglich, erklärt Elke Mittag von der Koordinierungsstelle für Studieninformation und -beratung Niedersachsen: „Die Modularisierung der Studiengänge durch Bologna macht sie transparent und gut vergleichbar.“

Wer den Studienort wechseln möchte, muss sich - wie jeder Studienbewerber - an die von der Hochschule vorgegebenen Bewerbungs- und Einschreibefristen halten. Außerdem gelten auch für Studienwechsel die Zugangs- und Zulassungsordnung. Die Zugangsordnung regelt die Voraussetzungen, die Bewerber erfüllen müssen: Praxiserfahrung, bestimmte Fachkenntnisse oder ein Motivationsschreiben etwa.

Die Zulassungsordnung bestimmt, wie Kandidaten ausgewählt werden, wenn es mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Bewerber sollten hier genau hinschauen, rät Elke Mittag: „Auch ein zulassungsfreier Studiengang kann Zugangsbedingungen haben.“

Wer nach dem Bachelor für den Master an eine andere Hochschule wechseln möchte, muss erst einmal nur in die Zulassungsordnung des Wunschstudiengangs schauen - und prüfen, ob er die Anforderungen erfüllt. „Entweder passt’s sofort - oder eine Zulassung mit Auflagen ist möglich“, erklärt Martin Scholz von der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen.

Um zu klären, ob und wie eine Zulassung mit Auflagen möglich ist, können Bewerber die jeweilige Fachstudienberatung kontaktieren. Unter Umständen können sie dann in das erste Mastersemester aufgenommen werden, müssen aber einzelne Module aus dem Bachelor nachholen. Dann kann sich das Studium allerdings um einige Semester verlängern.

Ganz ähnlich ist das bei einem Wechsel innerhalb eines Bachelor- oder Masterstudiengangs: Dazu weisen Studierende bereits erbrachte Leistungen an der neuen Hochschule nach und bekommen sie angerechnet, wenn diese den Inhalten entsprechen. Scholz rät dazu, in dem Fall mit den Zentralen Studienberatungen oder Servicestellen der Heimat- und der Wunschuniversität Kontakt aufzunehmen.

Etwas komplizierter gestaltet sich ein Wechsel für angehende Lehrer: „Aufgrund des Föderalismus sind in den verschiedenen Bundesländern ganz unterschiedliche Fächerkombinationen möglich“, erklärt Scholz. Wer von einem Bundesland in ein anderes wechseln möchte, muss deshalb oft ein ganzes Fach nachstudieren - oder eine Ausnahmegenehmigung bei der jeweiligen Schulaufsichtsbehörde beantragen.

Auch für Medizinstudenten gelten andere Regeln, da die Studienplätze in einem bundesweiten Verfahren zugeteilt werden. Ein Wechsel ist deshalb nicht einfach so möglich - ein Tausch dagegen schon. Wenn ein Tauschpartner an der Wunschhochschule gefunden ist, müssen nur zwei Bedingungen erfüllt werden, meint der Studienberater: „Die Studierenden müssen in ihrem jeweiligen Studienmodell bleiben - also entweder im klassischen Medizin- oder im Modellstudiengang - und die Hochschule muss dem Tausch zustimmen.“

Wer während des Studiums auf Bafög angewiesen ist, muss einen Studienortswechsel ganz besonders gut planen. Denn erst einmal gilt: Die Förderung wird nur während der Regelstudienzeit gezahlt. Eine Verlängerung des Studiums durch den Wechsel wird dann zum Problem.

Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung wird bei einem erstmaligen Fachrichtungswechsel in der Regel angenommen, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Förderungsdauer verlängert sich aber nur dann, wenn der Abbruch oder Wechsel bis zum Beginn des vierten Fachsemesters des ersten Studiums stattfindet.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Darmstadt. Mechatroniker erwerben Kompetenzen aus verschiedenen Fachbereichen der Ingenieurwissenschaften und haben deshalb gute Jobchancen. Für den neuen Masterstudiengang in Mechatronik der Hochschule Darmstadt können sich Interessenten bis zum 1. August 2018 bewerben.mehr...

Düsseldorf. Die Gleitzeitregelung schafft für viele Frauen die nötige Flexibilität, wieder in den Job zurückkehren zu können. Auch die Arbeitszeiten des Partners sind beim Wiedereinsteig entscheidend.mehr...

Berlin. Wer einen Job sucht, hängt meist eine ganze Weile am Bewerbungsschreiben. Selbst was ausdenken oder kopieren? Manche Unternehmen verabschieden sich davon nun.mehr...

Essen. Piercings und Tätowierungen sind häufig schwer zu verstecken. Aber nicht in jeder Branche ist auffälliger Körperschmuck erwünscht. Darf mein Arbeitgeber Vorschriften zum Äußeren machen?mehr...

Frankfurt/Main. Bibliotheken vereinen unterschiedliche Welten: Dort gibt es historische Druck-Erzeugnisse genauso wie E-Books. Doch die Liebe zu Geschichten reicht nicht aus, um Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste zu werden. Welche Fähigkeiten sind noch gefragt?mehr...

Hamburg. Es zählen nicht nur Gehalt und Arbeitsinhalte, auch die Unternehmenskultur trägt wesentlich zur Zufriedenheit von Mitarbeitern bei. Sie wird hauptsächlich von der Geschäftsführung geprägt - doch jedes einzelne Team kann sie mitgestalten.mehr...