Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kanten lieber abgesenkt

Stadtlohn "Das ist eben der Unterschied zwischen Theorie und Praxis", konstatierte SPD-Fraktionsvorsitzender Otger Harks in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses.

23.06.2008

Der Hintergrund scheint auf den ersten Blick eher nebensächlicher Natur. Doch dass die Frage nach dem Neigungswinkel von Bordsteinkanten zum Stein des Anstoßes werden kann, hatte sich in einem Antrag gezeigt, den Anwohner des Alten Dyk gestellt hatten - genauer: die Anlieger, die am dritten Bauabschnitt wohnen. Denn dieser soll als letzter Teil die große Umgestaltung erfahren, die nach dem Ausbau des Wohngebiets Hof Lembeck die ersten beiden Abschnitte schon hinter sich haben.

Bewusst entschieden

Und was die Antragsteller dort gesehen hatten, gefiel ihnen in einem Punkt überhaupt nicht: Die Bordsteinkanten waren vor den Grundstückseinfahrten nicht abgesenkt worden. Ein Entschluss, den der Bauausschuss seinerzeit bewusst gefällt hatte: Mit jeder Absenkung ist eine Neigung des Bürgersteigs verbunden - gerade für ältere Menschen mit Rollatoren sei das mit einer unangenehmen Schräglage verbunden. Doch gerade mit Blick auf diese Zielgruppe beurteilten die Anlieger die Situation ganz anders: Mit einem Rollator sei es nicht möglich, den Bordstein herauf oder herunter zu kommen, wenn dieser nicht abgesenkt sei - ein Überqueren der Straße also mehr als schwierig.

Das sahen auch die Fachleute von der Stadt bei einem Ortstermin ein. "Wir haben mit den Anliegern gesprochen, wir sollten es so machen", schloss sich Bauamtsleiter Wolfram Höltken dem Bürgerwunsch an. Und auch aus den Reihen der Politik gab es Verständnis für das Anliegen. "In der Theorie sah die erste Lösung besser aus, aber in der Praxis ist es offensichtlich anders", plädierte Otger Harks dafür, den Bürgerantrag zu unterstützen.

"Fehler erkannt"

Und auch Heinrich Ellers (CDU) sah es so: "Wenn man einen Fehler erkannt hat, sollte man ihn nicht wiederholen." Entsprechend einstimmig fiel letztlich der Beschluss. Und die gute Nachricht für den Kämmerer: Die jetzt gewählte Lösung ist kostenneutral - gegenüber der ursprünglichen Planung entstehen bei der neuen Variante keine Mehrkosten. to

Lesen Sie jetzt