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Neuen Blick aufs Evangelium gewinnen

20.06.2008

Stadtlohn Pfarrer Stefan Jürgens gestaltete am Mittwoch den dritten Teil einer kleinen Bibelschule, die mit einer Wort-Gottes-Feier in der St. Joseph-Kirche begann. "Im Neuen Testament geht es nicht nur um eine neue Lehre, sondern vor allem um eine Person: Jesus Christus. Alles, was wir dort von ihm lesen, ist aus der Perspektive von Ostern her geschrieben. Es ist nicht Geschichtsschreibung, sondern Glaubensverkündigung."

Der Pfarrer erläuterte den zahlreichen interessierten Zuhörern im Pfarrzentrum die Entstehung des Neuen Testaments: Von der mündlichen Überlieferung über erste schriftliche Zusammenstellungen wie die Passionsgeschichte oder die so genannte Logienquelle "Q" bis hin zu den Evangelientexten selbst, deren innerer Zusammenhang anhand der "Zwei-Quellen-Theorie" aufgezeigt wurde. Auch die anderen neutestamentlichen Schriften - Paulusbriefe, Apostelgeschichte und geheime Offenbarung - wurden in ihren biblisch-historischen Zusammenhang eingeordnet.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden las Pfarrer Jürgens einige Evangelientexte "synoptisch": Die Sicht auf einen Text in seinen verschiedenen Überlieferungen erlaube erste Deutungen, die allein aus den Gemeinsamkeiten und Unterschieden erkennbar seien. Die Rückfrage nach dem historischen Jesus jedoch sei ein schwieriges, beinahe unmögliches Unterfangen.

Mit einigen Grundzügen der Botschaft Jesu vom Reich Gottes, mit markanten Bibelstellen, die "ganz sicher Originalton Jesus" seien und Hinweisen zum Umgang mit dem Neuen Testament schloss der Referent seinen Vortrag. sd

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