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Alte Schaukelkisten und moderne Schnellbusse

Busgeschichte im Eisenbahnmuseum Stadtlohn

„Unterwegs in die Zukunft“ heißt der Slogan der WVG. Eine kleine Sonderausstellung im Eisenbahnmuseum zeigt, aus welcher Vergangenheit die Westfälische Verkehrsgesellschaft kommt.

Stadtlohn

, 02.05.2018
Alte Schaukelkisten und moderne Schnellbusse

Heinz Garwer, Gründer des Stadtlohner Eisenbahnmuseums, mit einem Modell eines Anderthalbdeckers. © Stefan Grothues

Das waren vielleicht Schaukelkisten! Wenn man oben saß, wurde einem richtig schwindlig“, sagt Heinz Garwer und lacht. Der Gründer des Stadtlohner Eisenbahnmuesums kann sich noch gut daran erinnern, wie er 1958 mit dem Anderthalbdecker-Bus der Kraftverkehr Westfalen GmbH von der Berufsschule in Ahaus nach Stadtlohn heimkehrte. Das Modell dieses Anderthalbdeckers ist nun im Eisenbahnmuseum in Stadtlohn zu sehen – so wie der gesamte Fuhrpark der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG).

„Die WVG ist ja eine große Unbekannte, damit weiß in Stadtlohn kaum einer richtig etwas anzufangen“, sagt Heinz Garwer. Das soll die neue Modellvitrine im Eisenbahn-Museum ändern.

Vorläufer der WVG sind fast 100 Jahre älter

Die WVG wurde erst 1970 gegründet. Ihre Vorläufer aber sind fast 100 Jahre älter. Dazu gehört unter anderem die Westfälische Landeseisenbahn, die durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Rechtsnachfolger des preußischen Provinzialverbandes Westfalen mit der Aufgabe betraut worden war, öffentliche Verkehrsaufgaben auf Schiene und Straße in Westfalen zu übernehmen.

Alte Schaukelkisten und moderne Schnellbusse

Drei Busgenerationen: Die Modelle vom Oldtimer Mercedes-Benz O 3500 über den Anderthalbdecker bis hin zum Schnellbus unserer Tage sind jetzt in einer Sonderausstellung im Eisenbahnmuseum zu sehen. © Stefan Grothues

Zur WVG-Unternehmensgruppe gehört heute auch die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM), die auch in Stadtlohn eine Niederlassung hat, sowie fünf weitere kommunale Verkehrsgesellschaften, die in sieben Kreisen 2,3 Millionen Einwohner in 88 Städten und Gemeinden verbinden – von Rheine bis nach Winterberg. Auf den meisten Linien verkehren Busse, in den Kreisen Steinfurt, Warendorf und Soest sowie im Hochsauerlandkreis fahren aber auch noch Züge.

Auch deren Modelle sind im Eisenbahnmuseum zu finden. „Natürlich“, sagt Heinz Garwer. Denn sein Herz schlägt selbstverständlich stärker für die Eisenbahn als für den Bus. „Ich bin ja morgens auch lieber mit dem Triebwagen auf der Schiene zur Berufsschule nach Ahaus gefahren. Nur auf dem Rückweg gab es keine passende Verbindung. Da mussten wir in den Schaukelkiste.“

  • Das WLE-Eisenbahnmuseum, Bahnallee 2-4, beendet seine Winterpause und ist ab dem 6. Mai an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Eintritt: 2 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Kinder ab zwölf, jüngere Kinder frei.
  • Gruppen können Sondertermine mit Heinz Garwer unter Tel. (0170) 5483557 vereinbaren.
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