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Anwohner müssen für Sanierung zahlen

Beethovenring-Sanierung zu Lasten der Anwohner

Das Thema schwelt seit vergangenem September, wurde mehrfach in verschiedenen Gremien beraten. Jetzt hat der Rat beschlossen: Der Beethovenring soll saniert werden, 70 Prozent der Kosten trägt die Stadt, 30 Prozent müssen die Anwohner schultern. Einverstanden sind nicht alle.

Stadtlohn

04.06.2018
Anwohner müssen für Sanierung zahlen

Der Beethovenring muss saniert werden. Das hatte die Stadtlohner Politik längst entschieden. Seit der vergangenen Ratssitzung ist nun auch klar, dass die Anwohner an den Kosten beteiligt werden. Die hatten dagegen protestiert. © Markus Gehring

Nach längerer Diskussion im Rat hatte die UWG-Fraktion zunächst noch eine Vertagung beantragt: Sie wollte erst noch offene Fragen mit den Anwohnern klären. Mit der Vertagung kam die UWG bei den anderen Fraktionen aber nicht durch. Und so kam der Sanierungsplan für den Beethovenring zur Abstimmung: Fünf UWG-Mitglieder stimmten gegen den Vorschlag, zwei weitere enthielten sich. Der übrige Rat stimmte dafür.

Langwierige Diskussion

Bürgermeister Helmut Könning hofft darauf, dass das langwierige Thema nun abgeschlossen werden kann. Denn eigentlich sollte die Sanierung der Straße ja schon 2017 erfolgen. Die Beteiligung der Anwohner an den Kosten steht für ihn damit außer Frage. Einzig, wie die im Detail aussehen kann, soll die Verwaltung nochmal prüfen. Insgesamt, so Könning weiter, hätten die etwa 20 anwesenden Anwohner die Entscheidung in der Sitzung ruhig aufgenommen. Und er wirbt um Verständnis: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte er.

Bewehrung keine Option

Die Variante, die Straße mit einem sogenannten Geo-Textil, einer Bewehrung, zu sanieren, würde leider nicht funktionieren: „Das hat auch ein Gutachter bestätigt“, so Könning. Die Straße würde damit nicht tragfähiger werden. Anwohner hatten diese Variante als kostengünstige Alternative für die Sanierung ins Gespräch gebracht. Zu dieser Alternative hätte die UWG gerne noch einmal eine genauere Information erhalten. „Wir haben schon so lange gewartet, das wäre nun auch noch möglich gewesen“, erklärte der UWG-Fraktionsvorsitzende Erwin Plate. Daher habe seine Fraktion gegen die Sanierung gestimmt.

Anwohner sind enttäuscht

„Wir sind sehr enttäuscht“, sagt auch Helmut Schneider, stellvertretend für die Anwohner des Beethovenrings. Viele Gespräche hätten Anwohner und Politiker geführt. Gespräche, von denen sich Schneider und seine Mitstreiter eigener Aussage nach mehr versprochen hatten. Ob er nun noch eine Möglichkeit sieht, gegen die geplante Sanierung vorzugehen, mochte er am Montag zumindest noch nicht ganz ausschließen. „Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, werden wir sie nutzen“, sagte er.

Laut Satzung kommen auf die Anwohner nun 30 Prozent der Gesamtkosten zu: Für Wohngrundstücke sind das nach Berechnungen der Verwaltung 13 Euro je Quadratmeter. Mit den Bescheiden sei aber nicht vor 2021 zu rechnen. Erst dann, so stellt die Verwaltung in Aussicht, wird die Sanierung abgerechnet.

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