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Stadtsportverband: Wahlkampf hat begonnen

WERNE Die Sportvereine wollen die Sportstätten in Werne zu einem Wahlkampfthema machen. Das wurde am Montag Abend (23. Juni) bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes deutlich.

von Von Heinz Overmann

, 24.06.2008
Stadtsportverband: Wahlkampf hat begonnen

Der Vorstand des Stadtsportverbandes: Jürgen Zielonka (v.l.), Dieter Kettermann, Bernd Langenberg, Marion Steffen. Andreas Holtrup und Rosemarie Overtheil.

Bekanntlich finden im Juni 2009 die nächsten Kommunalwahlen statt. "Wir Vereine sollten bei dieser Wahl Druck ausüben. Wir können eine Wahl entscheiden und das soll sich jeder Verein durch den Kopf gehen lassen", sagte Dirk Böhle, Vorsitzender der Leichtathletikabteilung des TV Werne.

Widerspruch von den übrigen Vertretern der Werner Sportvereine zu Böhles Forderungen kam nicht. Für Jürgen Zielonka, der für die CDU dem Stadtrat angehört, sind die Forderungen kein Problem. "Ich will als Sportler das Optimum für die Vereine und mache hier keine Parteipolitik", erklärte er.

Vorsitzender Jürgen Zielonka hatte zuvor noch einmal das Konzept über die Werner Sportstätten vorgestellt. Bis Ende des Jahres, so Zielonka, werde die Verwaltung die dazu erforderlichen Zahlen vorlegen. "Dies ist ein erster Schritt, weitere müssen folgen, dann geht es um Prioritäten", betonte Zielonka.

Insgesamt waren die anwesenden Vertreter der Sportvereine zufrieden mit der Vorgehensweise des Vorstandes. Dem Stadtsportverband gehören 22 Sportvereine mit insgesamt 9449 Mitgliedern an. "Diese Zahlen sind seit Jahren sehr stabil und verändern sich kaum", so Zielonka zur Mitglieder-Entwicklung.

Werne Nummer Eins bei den Sportabzeichen

Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung des Sportabzeichen-Erwerbs in Werne. Inzwischen ist Werne im Kreis Unna die Nummer eins. Im vergangenen Jahr wurden 1390 Sportabzeichen erworben, der Großteil (1209) von Jugendlichen, was vor allem ein Verdienst der Schulen ist. Dazu kommen noch 900 Minisportabzeichen, bei deren Erwerb die Kindergärten entscheidenden Anteil haben.

Ein weiteres Thema waren die Jugendordnungen in den Vereinssatzungen. Andreas Holtrup, Jugendwart des Stadtsportverbandes, machte darauf aufmerksam, dass der Landessportbund eine Altersgrenze (bis 26. Lebensjahr) festgelegt habe, an die sich die Vereine halten sollten.

Die Vorstandswahlen ergaben keine Änderungen. Im Amt bestätigt wurden Dieter Kettermann (2. Vorsitzender), Bernd Langenberg (Kassenwart) und Rosi Overtheil (Frauenwartin). Neuer Kassenprüfer wurde Norbert Wulfert (für Jörg Bretschneider).