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Steinmeier bittet im Kommunionsstreit um Entgegenkommen

Münster. Im Streit um die Zulassung von protestantischen Ehepartnern zur katholischen Kommunion hat nun auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Stellung bezogen. In einer Rede zur Eröffnung des Katholikentags in Münster bat er die katholische Kirche am Mittwochabend um Entgegenkommen: „Lassen Sie uns Wege suchen, den gemeinsamen christlichen Glauben auch durch gemeinsame Teilnahme an Abendmahl und Kommunion zum Ausdruck zu bringen“, sagte Steinmeier, der selbst evangelisch ist, nach vorab verbreitetem Redemanuskript. „Ich bin sicher: Abertausende Christen in konfessionsverschiedenen Ehen hoffen darauf.“

Die katholischen Bischöfe in Deutschland hatten kürzlich mit Drei-Viertel-Mehrheit beschlossen, protestantische Ehepartner in Einzelfällen zur katholischen Kommunion zuzulassen. Sieben konservative Bischöfe hatten dagegen jedoch beim Vatikan protestiert. Papst Franziskus forderte die deutschen Bischöfe daraufhin in der vergangenen Woche auf, sich untereinander zu einigen.

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